Tricking-Tagebuch

Inhalt

Vorwort

Tricking ist eine akrobatische Trendsportart, die man wohl am besten als eine ästhetische Mischung aus Tritten („Kicks“), Salti („Flips“) und Schrauben („Twists“) beschreiben kann. Dabei fließen viele Bewegungen aus anderen Sportarten ein (hauptsächlich Bodenturnen, Wushu, Taekwondo, Capoeira), aufgrund der vielen Kampfsportarten daher auch die ursprüngliche Bezeichnung Martial Arts Tricking.

Beim folgenden Text handelt es sich um einen Mitschrieb von Beginn an aller Erfolge, Gedanken, Planungen, aber auch nicht erfüllter Erwartungen und Verletzungen, die ich bis heute mit diesem Sport durchlebt habe. Es handelt sich dabei insbesondere nicht um einen Leitfaden; wenn ich „damals“ noch nicht wusste, dass gewisse Dinge halsbrecherischer Unsinn sind, steht das nicht unbedingt da (obwohl ich mich bemühe, derartiges in Nachträgen zu erwähnen).

Und bevor jetzt jemand fragt „Das Ganze ist mir hier zu lang, gibt’s davon nicht eine Kurzversion?“ – das hier ist die Kurzversion.

Das Tagebuch

Der Anfang

Über mich, Anfang Mai 2008

Ich heiße David, bin jetzt 20 Jahre alt und studiere Physik im 2. Semester in Würzburg. Ich erfülle ziemlich sicher nicht das Cliché, welches ich einem Tricker aufstempeln würde: groß (1,86 m), dünn (60 kg), sehr heller Hauttyp, untrainiert. Letzteres liegt daran, dass ich mit ca. 14 Jahren mit Sport aufgehört habe (aus Mangel an Spaß), alles was blieb war der Schulsport. Davor war ich im Verein sehr aktiv, Judo, Tischtennis, Fußball, …; ich bin also wenig muskelbepackt, würde mich aber keinesfalls als unsportlich bezeichnen. Warum ich das Tricken anfange wird später erläutert; warum ich dazu ein Tagebuch schreibe hat drei Hauptgründe:

  1. Niemand konnte mir einen Zeitplan fürs Tricken geben, von daher eröffne ich einfach mal meinen eigenen. Repräsentativ für alle ist das natürlich in keinster Weise, aber es zeigt zumindest wie so eine Lernkurve aussehen kann und worauf man sich einlässt.
  2. Ich würde mich hinterher gerne selbst auslachen können wie lang ich für die primivsten Tricks gebraucht habe. Nostalgie im Voraus geplant, brilliant!
  3. Ich will’s den Leuten zeigen, die anfangs meinten „Haha, du und Turnen“.

Dienstag, 13.05.2008

Ich wollte ohnehin schon jahrelang mal einfach so nen Salto o.ä. können, nur hab ich mich nie dazu durchringen können es ernsthaft anzugehen; heute aber im Dalle („Dallenbergbad“, Freibad hier in Würzburg) warn so n paar Hobbyakrobaten, und irgendwie haben die in mir das Fass zum Überlaufen gebracht. Jedenfalls fang ich an den Handstand zu trainieren und mein Ziel bis Ende des Sommers sind mindestens ein ordentlicher Handstand sowie ein hinnehmbarer Salto. Sollte es wider erwarten überaus überdurchschnittlich super laufen kommen noch Handstand-Überschlag und so Sachen dazu, aber lassen wir die Kirche lieber (noch!) im Dorf.

Sonntag, 18.05.2008

Ein Nachmittag Trampolin beim Kalle (Freund von mir). Rausgekommen sind hauptsächlich diverse Rumhüpfereien und ordentlich Muskelkater. Als ich schon schön platt war hab ich mich dann endlich auch den Rückwärtssalto getraut, von dem ich schon wusste, dass er eher ein psychisches statt physisches Problem war. Hat sich dann auch im Nachhinein bestätigt. So richtig schön (für einen Anfänger) gestanden nur ein Mal, aber da jetzt die Angstbarriere gebrochen ist wird’s wohl nächstes Mal einfacher werden. Beim Vorwärtssalto dreh ich immer blöd den Kopf (wahrscheinlich noch mehr) nach links weil ich Angst hab, das resultiert dann in einem Luftgegurke mit Halbüberschlag.

Sonntag, 25.05.2008

Handstand ist fleißig in Übung, Erfolg ist ziemlich mau. Ohne Wand brauch ich 5 Anläufe bis ich halbwegs im Gleichgewicht zum Stehen komme, länger als 3 Sekunden hält das dann aber auch nicht. Dafür hab ich rausgefunden, dass ich schon Handstand-Überschläge in beliebiger Anzahl kann; der erste sieht für einen blutigen Anfänger noch hinnehmbar aus, alle weiteren sind aber mehr Purzelbäume nur mit Hand- und Bein-Boden-Kontakt (aber immerhin!). Mein rechter Fuß ist von der Aktion in Mitleidenschaft gezogen worden, fühlt sich ziemlich verstaucht an.

Mir scheint momentan, dass die selbstgesteckten Ziele etwas niedrig sind. Ich nehme schon an, dass Vorwärts- und/oder Rückwärtssalto ohne Trampolin bis zum Herbst machbar sein sollten, obwohl ich mich da gerade etwas selbst auf den Boden der Tatsachen zurückbringen muss: im Endeffekt habe ich keine Ahnung, was ein Salto „auf Rasen“ so bedeutet. Mal sehen.

Im Internet konnte ich nix zum Thema Tricking (oder lapidar „Rumhüpfen“) in Würzburg finden. Es gibt aber einen Capoeira-Verein hier, vielleicht weiß man da mehr zum Thema. Werde mich mal mit denen in Verbindung setzen. Hab außerdem einen aus nem Kampfkunst-Board über ICQ angeschrieben, der vor 3 Jahren (!) da mal nach Trainingspartnern für’s Tricken gesucht hat. Er heißt Chris, nur für den Fall dass ich später noch mal auf ihn zurückkommen werde.

Samstag, 31.05.2008

Der Handstand-Rekord liegt momentan bei ca. 5 Sekunden, Stehen ist aber ohnehin weniger das Problem als erstmal in die Balance hochzukommen. Den Rückwärtssalto auf dem Trampolin kann ich momentan schon besser, er ist jetzt wirklich rückwärts (und nicht irgendwie auch seitwärts) und ich komm meistens nur mit den Füßen (d.h. ohne abstützende Arme nach vorne wegen zu geringer Drehung in der Luft) auf. Ein paarmal hab ich auch zwei hintereinander (also mit Zwischenlandung) geschafft, mein einziger Versuch zum Dreimaligen hat in merkwürdiger Liegeposition nahe dem Trampolinrand (aber unverletzt) geendet. Ich denke mal, dass das Trampolin ne recht gute Übung für den Salto „auf der Straße“ ist, insbesondere hab ich versucht mit so wenig Schwung wie möglich rumzukommen. Ein sicherer Salto ist momentan mit einem Vorsprung (also stillstehen–hüpfen–aufkommen–hüpfen–Salto) möglich, ohne den kleinen Hüpfer am Anfang brauch ich noch immer die Hände/Knie beim Aufkommen. Ich denke mal, dass wenn mir der Salto ausm Stand auf dem Trampolin gelingt, ich ihn mal irgendwo ohne probieren werde.

Ich frage mich außerdem, ob der Wallflip leichter oder schwerer ist als der Rückwärtssalto. Man kommt dabei ja schließlich wesentlich höher weg. Solange ich mir da aber nicht hundertprozentig sicher bin werd ich erstmal „nur“ den Rückwärtssalto üben.

Dienstags ist immer Trampolin an der Uni, ich denk ich kuck da mal hin.

Sonntag, 01.06.2008

Handstand im Garten hat überhaupt nicht klappen wollen, der erste Versuch einen FlickFlack hat mit einer Kopflandung auf einem Haufen von Polstern (Isomatten, Sitzkissen, …) geendet. Rückwärtssalto ebenfalls. Von ner Kiste aus ging der Salto aber eigentlich ganz gut, nur hatte ich wieder dieses Angstproblem und hab mich zur Seite weggedreht, die Landung war daher weder schön noch gesund. Linke Schulter tut weh. Kacke. Bei dem einen Versuch wird’s erstmal bleiben, an den Salto trau ich mich erst wieder wenn ich mir der Sache sicher bin.

Montag, 02.06.2008

Heute wollte ich eigentlich mal beim Trampolinspringen in der TGW vorbeikucken, aber ich schon lieber meinen linken Arm, damit ich demnächst den FlickFlack noch mal probieren kann, vielleicht kann ich mir ja nen Spotter („Hilfesteller“ scheint’s beim Turnen nicht zu geben, daher gibt’s anscheinend nur diesen englischen Begriff) organisieren. Ich glaub dann hüpf ich auch nicht direkt nach hinten in mein Verderben, sondern fang erstmal an mich nach hinten in die Brücke zu lehnen (was ich momentan auch schon kann) und die Bewegung dann immer mehr zu beschleunigen. Erscheint mir am sinnvollsten. Man merkt schon, ich hab noch immer keinen Verein, keine Gruppe, keinen „Mentor“ gefunden, der mir sagt wie’s ordentlich geht (momentan tun YouTube und viele, viele Bookmarks noch ihren Dienst).

Neuer Termin für’s Hüpfen: morgen, diesmal nicht TGW sondern oben an der Uni. Uni is nur einmal wöchentlich, TGW hat Mo, Di, Fr Trampolintermine. Mal schaun wie viel ich in Anspruch nehmen will.

Mittwoch, 05.06.2008

Verregneter Tag, eigentlich wollten wir beim Kalle grillen und pokern, aber wir haben dann das schlechte Wetter einfach ignoriert und – gegrillt und gepokert. Nun geht’s bei mir ja mittlerweile gar nich mehr beim Kalle zu sein und nicht mindestens ne Stunde das Trampolin zu benutzen (war übrigens nicht beim Uni-/TGW-Trampolin weil mein Arm vom Sonntag noch sakrisch wehgetan hat). Trampolin nass, Oberfläche schwer, man springt nicht so hoch, es ist rutschig, man kommt härter auf. Das Hüpfgefühl hatte was von einem nassen Sandsack. Naja, hab meinen Salto (Sagte ich „meinen Salto“? Ich meinte „meine Salti“, vorwärts kann ich ihn mittlerweile auch, obwohl ich ihn nie geübt habe; die Rückwärtsbewegung gibt aber ein gutes Bauchgefühl, wann man wieder die Beine ausstrecken sollte) brav vorgeführt, schön weiter ausm Stand geübt (und gestanden), demnächst sollte ich also auch auf festem Boden zurande kommen, d.h. wenn meine beiden Füße, die ich mir auf dem klitschnassen Mistding ordentlich verstaucht hab, wieder gesund sind.

Meine Theorie zum Salto-auf-Trampolin-Üben ist übrigens, dass man beim Trampolin beim reinen Abspringen aus dem Stand keinen Schwung vom Trampolin bekommt, im Gegenteil, man drückt es noch nach unten. Wenn man dann durch die eigene Körperkraft abhebt, startet man erstens von einer niedrigeren Position als der Ruhelage, außerdem gibt das zurückspringende Trampolin nur einen Teil seiner Spannungsenergie wieder an mich ab, da ich ja schließlich schon auf dem Weg nach oben bin und daher der Bespannung „voraushüpfe“. Beim Landen ist das Trampolin wieder in Ruhe, ich komme also in der Ruheposition – welche über der Absprungposition liegt – auf. Beim Salto am Boden ist es anders: der Boden gibt nicht nach, die komplette Energie geht also in den Sprung; außerdem liegen Absprungs- und Landeniveau auf gleicher Höhe (die Höhendifferenz fällt also weg). Nach dem Modell müsste ich auf hartem Boden eigentlich nur vor drei Dingen Angst haben: 1. meine Theorie ist Bullshit , 2. die Landung auf festem Boden ist wesentlich unbequemer als vorgestellt (was aber unwahrscheinlich ist, Handstandüberschlag vorwärts dürfte nicht viel zärtlicher sein), 3. ich bekomm mitten in der Luft Bammel und dreh mich wieder murksig hin und verstauche mir viele nützliche Extremitäten.

Nachtrag 1, 25.07.2008: Die Theorie mit dem Absprung ist falsch, brecht euch also nicht alle Knochen. Vom Trampolin kommt man selbst aus dem Stand wesentlich höher.

Nachtrag 2, 01.08.2008: Auch auf „weicher“ Wiese ist die Landung recht hart, insbesondere wenn man noch nicht so die Übung hat. Meine ersten Salti im Garten haben tiefe Mulden (!!!) von den Fersen hinterlassen, und besonders viele hintereinander gingen ohne Pause auch nicht.

Freitag, 07.06.2008

Einen Nachmittag lang (13–17 Uhr) im Garten gestanden, in die Hocke gegangen, hochgesprungen als hinge mein Leben davon ab, nach hinten durchgekrümmt, wieder aufgekommen. Ein Mal den Backflip probiert, dabei blöd nach links weggedreht. Scheißtag, Muskelkater.

Zusammen ist’s einfacher

Montag, 09.06.2008

Eigentlich hatte ich die Lust auf Trampolin schon verloren, Tong-Len (welchen ich bei 24htrickster.net kennen gelernt habe) meinte aber, dass es in Würzburg irgendwo ne Schnitzelgrube („Becken voller Schaumstoffstückchen“, kann man quasi reinfallen wie man will und tut sich nichts) geben sollte, er wüsste aber nicht wo. Über die 2 Jahre alten Forenbeiträge, ICQ und etliche Weiterempfehlungen an andere Leute hab ich dann jetzt rausgefunden, dass die Trampolingruppe nur eine getarnte Akrobatik-Gruppe ist (Jin: „[…] nur wenige springen Trampolin, der Rest macht Akrobatik“). Ratet mal wo ich heute Abend sein werde.

Noch ein Eintrag für heute: war eben beim „Trampolinturnen“ und tatsächlich, es gab zwei Trampoline – die standen aber zusammengeklappt im Geräteraum, und das schon seit einem halben Jahr. Dafür waren 4 Weichbodenmatten aneinandergereiht und mit Läufer bespannt, und auf denen wurde dann geturnt, ja, geturnt, so heißt das ab jetzt. Ich bin kein dilettantischer Rumhüpfer mehr sondern ein dilettantischer Turner (mit Ziel Tricking). Die Leute da sind auch echt in Ordnung, weniger anstrengend macht es das aber nicht, nur neidisch: Backflip ausm Stand, FlickFlack bis die Wand in die Quere kommt, BackflipFrontflip, Wallflip, Gainer. Morgen geht’s in die andere Halle, und zwar die mit der Schnitzelgrube. Backflip incoming! (Blöderweise tun mir die Beine weh dass ich lauf wie als hätte ich mir ordentlich in die Hose gemacht, am Mittwoch bin ich wahrscheinlich halb tot)

Dienstag, 10.06.2008

Neue Leute bei der Schnitzel kennen gelernt, erstes Mal Silvio (ehemals Tong-Len, jetzt kenne ich ihn ja live und in Farbe) getroffen. Muskelkater wie Sau, dafür Backflip mit Spotter und alleine in die Schnitzel en masse. Haben sich alle gewundert dass ich so hoch springe und dann trotzdem die Drehung nicht von alleine reicht. Bin jedenfalls hochmotiviert, das ist mir jetzt dann auch die 80 € Jahresmitgliedschaft wert; außderdem hab ich mir die Loopkicks-DVD vom Silvio persönlich gekauft und 25 Minuten reingekuckt (morgen geht’s weiter!). Meine Augen sind noch etwas weiter rausgefallen als während des Trainings. Freitag ist nächster Termin, bis dahin kann ich mich auch wieder bewegen.

Nachtrag (Januar 2009): Dieser Dienstag ist der Dienstag, den ich immer als Beispiel für die Anfängerangst vor dem Backflip erwähne. Da ich mich nicht auf dem „harten“ Federboden (selbst mit Spotter) nicht getraut habe, bin ich auf den Sprungtisch der Turner gestiegen, welcher ca. 1,5 m hoch über den Schnitzeln steht. Als ich dann so an der Kante zum potentiellen Absprung dastand ging es einfach nicht. Neben mir saß die Steffi, lacht mich an und meint ich solle endlich springen, ab und zu kommt der Andy vorbei und bestätigt sie. Ich stand da oben mehrere Minuten, bin immer wieder in die Hocke gegangen, fast abgesprungen, aber habs mich dann doch nicht getraut. Irgendwann war ich dann aber soweit, ich bin auch einigermaßen auf den Füßen aufgekommen, und ab da war die Angst weg bzw. gering genug, um überabzählbar viele Salti hinterherzusetzen.

Freitag, 13.06.2008

Freitag der Dreizehnte, heute Nachmittag hüpf ich seit genau einem Monat rum. Zur Feier des Tages is das Turnen ausgefallen nachdem ich quer durch die Stadt gefahren bin, weil irgendwelche Fechter die Halle brauchen. (Solche Bekloppten, stellen sich irgendwo hin und fuchteln wild in der Luft rum!)

Den Abend hat mir dann aber die Loopkicks-DVD gerettet, mittlerweile der dritte Durchlauf. Wird nicht weniger beeindruckend wenn man’s schon halb auswendig kennt. Einfach nur geil.

Samstag, 21.06.2008

Gestern hat der Andy ausm Turnen mir endlich sagen können, warum ich trotz guter Höhe den Backflip nicht schaff „und wie ein nasser Sack auf den Boden fall“: beim Zusammenziehen hab ich nicht die Beine Richtung Kopf gezogen sondern mich hingehockt, also den Oberkörper bewegt, mir selbst den Schwung genommen. Mit dem Tipp ging’s dann aufs Trampolin (Wettkampf-Trampolin, meine Herren fliegt man da hoch!), und da dann Backflip ausm Stand. Nach ein paar Versuchen hat’s super geklappt, das werd ich jetzt noch n bisschen aufbauen. Ich glaub mit meinen 2 Wochen bis zum Backflip ausm Stand auf Boden hab ich mir ein realistisches Ziel gesetzt (mit „Backflip“ ist hier rumkommen gemeint, übers Aussehen mach ich mir dann Gedanken).

Außerdem verfluche ich noch den Andi (der andere Andi, mit „i“) für sein „jetzt machen wir noch n bisschen Krafttraining“. Hat damit geendet dass ich jetzt höchstwahrscheinlich nen neuen Satz Bauchmuskeln brauch. Bis Montag. Dann mach ich mir die wieder kaputt. Das wird teuer.

Einschub: Slacklines sind langweilig, keine Ahnung wie das ein Trendsport sein/werden soll. Mal abgesehen davon, dass ich’s natürlich nicht kann, kann ich keinerlei Reiz dran finden, das irgendwie zu üben. Ein Raiz schaut einfach nur geil aus und ist daher für mich erstrebenswert, balancieren auf nem Anschnallgurt ist doof.

Dienstag, 24.06.2008

YEAH BACKFLIP!!! Ihn auf Rasen zu probieren wäre natürlich noch sehr doof, aber in ne Sandgrube würd ich ihn mir jetzt trauen (die Angst vor der Rückwärtsbewegung ist vollständig weg, was noch bleibt ist die begründete Angst einfach scheiße zu landen). Heute in der Schnitzel ham wir Matten auf Absprung­bodenhöne in die Grube, es ging zwar nicht jedes einzelne Mal so gut rum, aber ein paar sehr Schöne waren schon dabei, dann kamen ein paar grenzwertig hässliche und dann noch ein Wunderschöner (alles aus meinem Blickwinkel, die anderen waren mehr mit 540 oder Flashkick ausm Stand beschäftigt), dann hab ich aufgehört. Bauchmuskeln taten von gestern ja schon weh, aber jetzt sind sie so richtig im Eimer. Beine, Arme gehen. Ich brauch unbedingt mehr Oberarmmuskulatur, is tierisch zum kotzen wenn man den Handstand nicht üben kann weil einem die Kraft (!) fehlt.

Mittwoch, 02.07.2008

Gestern Schnitzel, meine mir selbst gesetzte 2-Wochen-Frist für den Backflip auf Boden wäre damit (glaub’ ich zumindest) um. Geklappt hat es natürlich nicht, hab mich blöder angestellt als letzte Woche. War irgendwie frustrierend. Momentan hab ich noch keinen neuen Termin, und ich glaub auch nicht dass ich mir nochmal so eine Frist setzen werde.

Außerdem will ich mal den („kleinen“) Andy für seine Trainingsmethoden loben: wenn man was scheiße macht kommt kein „super Absprung“ sondern „das war scheiße“. Wenn einem dann so jemand allerdings sagt „gut gemacht“, dann weiß man, dass es auch wirklich der Fall ist; wenn ich stur gelobt werden will geh ich in den Chat von knuddels.de.

Seit ein paar Tagen tut mir mein Rücken manchmal weh, scheint so als würde sich da was verklemmen. Wenn ich mich dann kerzengerade hinsetz und n bisschen hinten rumrenk knackt’s (ganz leise) und dann is wieder alles in Ordnung. Vielleicht sollte ich mal bei nem Physiotherapeuten nachfragen, was da los ist, und mir ggf. das Hüpfen ärztlich verbieten lassen. Hoffe mal, dass es nicht so weit kommt.

Freitag, 04.07.2008

Backflip ging heute vergleichsweise prima, hab rausgefunden (bzw. der Trainer hats mir eingetrichtert), dass ich den Salto immer zu tief starte, riesig Schwung mit den Armen hole und dann nach hinten wegspringe; außerdem bin ich nicht geduckt genug. Als ich das dann so gut wie möglich angepasst hab kamen auch ein paar sehr schöne Backflips heraus. Bin erst vom Kasten aus auf die Weichbodenmatte gesprungen und hab dann sukzessiv den Kasten tiefergelegt, bis er noch vielleicht 30 cm über dem Mattenlevel war, dann haben irgendwann meine Beine schlapp gemacht. Ich bin kurz davor, mir nochmal so eine dumme 2-Wochen-artige Frist aufzuerlegen. Abgesehen davon brauche ich mal was anderes zum Üben, wenn mich der Salto frustriert hab ich nix zu tun. B-Kick bietet sich an, aber da klappt das mit den Beinen und der Dehnung noch nicht so wirklich, aber bald sollte es realistisch sein.

Dienstag, 08.07.2008

Ich könnte jetzt hier wieder irgendwelche Beschreibungen liefern, aber machen wir’s kurz und prägnant: Backflip klappt auf normalem Boden, YEEEAAAAHHHH!!!, er ist also ab jetzt auf 10 %. Jetzt muss ich mich wahrscheinlich beherrschen überhaupt noch vorwärts zu laufen und nicht in der Uni von der Physik zur Mensa rückwärts zu saltieren. Hab außerdem ein bisschen in Richtung B-Kick probiert, rumkommen tu ich, aber bin noch viel zu unschmetterlingshaft in der Luft. Ist aber ne machbare Aufgabe. Frontflip hat auch (auf Federboden mit Anlauf), zumindest manchmal, prima funktioniert.

Sonntag, 13.07.2008

Mein rechtes Knie tut noch ein bisschen weh von den harten Landungen im Garten, Übung macht den Meister. Nachdem das mit dem Salto ja jetzt nur noch eine Frage der Zeit ist, hab ich mir einfach mal neue Ziele gesucht. Als nächstes sind daher Aerial und B-Kick dran. Aus dem Aerial kann man dann später A-Twist und Brandy machen, B-Kick ist ohnehin der Standard-Kick (neben 540).

Montag, 14.07.2008

Gerade komm ich erst mit dem Backflip rum, aber kann ja nicht schaden, mal seine Fühler vorsorglich schon mal auszustrecken. In diesem Sinne gab’s heute meine erste Combo: RoundoffBackflip. Hab beim ersten Mal merklich überdreht, hätte nie gedacht, dass die Radwende dermaßen viel Schwung gibt. Wie auch beim Salto alleine gilt hier aber natürlich auch: schön ist was Anderes, aber über Ästhetik mach ich mir lieber Gedanken als über „Scheiße ich trau mich nich“. (Anmerkung: Salto auf festem Boden gibt ne verdammt harte Landung …)

Donnerstag, 17.07.2008

War heute mitm Tony privat Tricken, haben uns an der TGW getroffen*. Hatte meine Kamera** dabei, und ich muss schon sagen, mein B-Kick ist hässlich wie die Nacht, da gibt’s noch viel zu tun. Backflip geht so gut/schlecht wie immer, er schwankt immer so zwischen 10 und 20 %. Vor dem Wallflip hab ich noch immer Schiss, wenn auch völlig unbegründet. Die ersten FlickFlack-Versuche mit Hilfestellung liefen ganz gut, wenn ich das noch ein paar Mal so übe trau ich mich das auch alleine, momentan mach ich mir aber immer Sorgen dass ich mich kopfüber in den Boden ramme (rational gesehen völlig unbegründet, mit Hilfestellung ging’s von der Drehung her intuitiv).

*: OffTopic-Anmerkung: Der Handballtrainer der ca. 13-jährigen Jungen ist ein Depp, sollten Sie das hier also lesen: bitte rennen Sie vor einen Zwanzigtonner.

**: Nachtrag: gemeint ist die alte Videokamera meiner Eltern; die D80, mit der später die Fotos aufgenommen werden bzw. wurden, habe ich erst später entdeckt.

Freitag, 25.07.2008

Immerhin trau ich mich jetzt den Wallflip nach ein paar Anläufen mit Hilfestellung, ich muss aber zugeben ihn mir leichter vorgestellt zu haben, er ist ein ganzes Stück weiter entfernt vom Backflip als ich erwartet hatte. Man arbeitet viel weniger mit den Armen, dafür mehr mit den Beinen, und man muss die Wand hochrennen als hinge das Leben davon ab, dann noch nach oben abspringen … naja, und dann der Flip, der macht mir mittlerweile aber keine Probleme mehr. B-Kick noch immer hässlich, Aerial braucht wohl auch noch ein bisschen, obwohl ich mittlerweile das Einhand-Rad mit genug Schwung für einen kleinen Flug vorm Aufkommen beende. Bilanz: Backflip 20 %; Wallflip, B-Kick: 1 %, Aerial%. FlickFlack hab ich heute nicht probiert. Doubleleg ging, wenn man’s so nennen will, recht gut, es war aber mehr ein Seitwärtssalto, unausstehlich hässlich und vom Sprungbrett. Trotzdem hätte ich es mir wesentlich schwerer vorgestellt; die Schwierigkeit kommt da wohl aber noch dicke, wenn die Beine gestreckt sein sollen.

Dienstag, 29.07.2008

Erstes „öffentliches“ Tricken im Dalle. Diesmal war ich der Hampelmann, der andere zum Hüpfen gebracht hat. Naja, hab halt für mich (!) ein paar hässliche Backflips gemacht (ging schlechter als sonst, wie praktisch, hab eigentlich damit angefangen um meinen Frust über mein beschissenes Gleichgewichtsgefühl auf der Slackline zu kompensieren) und wurde überraschend oft drauf angesprochen. Publikum kann ich eigentlich nich leiden, ich mach den Kram für mich und nicht um anzugeben, wenn Leute mich gut finden ist das natürlich in Ordnung, aber das ist nicht der Grund, warum ich’s überhaupt mache. War aber trotzdem ne erfrischende Erfahrung. À propos erfrischend: ich kann keinen Backflip vom Beckenrand, ich komm da nur halb rum, keine Ahnung wieso. FlickFlack ins Wasser ging aber recht gut, ich denke die Bewegung wird auch auf Boden funktionieren, nur wird sie dann halt etwas schmerzhaft wenn man falsch eintaucht (sich also die Arme in den Boden rammt). Vom 1-m-Brett (gefedert) kann man übrigens wunderschöne Backflips machen, erst nach hinten fliegen wie ein Vogel, man sieht nur noch Himmel, dann ducken und … man merkt, ich hatte meinen Spaß, nur bleiben da 2 Dinge: Erstens tut der Backflip, wie man ihn auf Boden machen würde, sehr vom Sprungbrett aus weh (komplette Drehung, aufmachen – jetzt käme eigentlich der Boden, blöderweise macht man aufgeklappt noch ne viertel Drehung bis runter zum Wasser und landet volle Kanne auf dem Rücken), zweitens bin ich vom Zehner gesprungen (spektakulär mit Beinen nach unten, Kopf oben, angewinkelten Beinen während des Fluges und so Schlonz) und hab dabei böse Wasser ins Ohr bekommen, das dann nich mehr raus wollte. Fühlte sich abends an wie ne ordentliche Mittelohrentzündung, mittlerweile geht’s wieder. Wie auch immer, meine Bilanz: Schwimmbad ist ein super Ort zum Tricken, insbesondere wenn man gerade keine Schnitzelgrube hat und trotzdem irgendwo halbwegs sicher landen will. Außerdem kann man prima Leute für sich und die Sache gewinnen. (Noch ne Anmerkung: die Turmspringer sind doch bekloppt, nur um 10 Mal der Pimp aufm Sprungturm zu sein knallen sie sich das elfte Mal platt aufs Wasser … wie naiv kann man eigentlich sein? Außerdem sind ihre Salti noch hässlicher als meine, und das muss man erstmal hinbekommen)

Mittwoch, 30.07.2008

Gestern Abend war letztes Mal Schnitzel, ab jetzt ist 3 Wochen Turnpause wegen irgendwelchen Trainingslagern in den Hallen (bin übrigens noch immer nicht Vereinsmitglied, mal sehen wann ich das Formular mal zu sehen bekomme). Aus purer Dummheit (!) hab ich nen Backflip auf dem Gesicht beendet, außerdem mir die linken Finger gehörig verdreht. Im Gesicht ist mir nichts passiert (blauer Fleck), dafür ist mein linker Daumen ziemlich blau (ansonsten in Ordnung), das vordere Gelenk des Mittelfingers ist hart, geschwollen und kaum beweglich (schlimmstenfalls angebrochen). Wollte heute zum Arzt, aber Mittwochs haben die nachmittags ja gerne mal zu. Mittlerweile geht’s dem Finger wieder besser, aber morgen probier ich es trotzdem nochmal. Wie es zum Unfall kam: Strecksprünge auf Federboden zum Aufwärmen gemacht, mir gedacht „machste nen Backflip zwischenrein, kommt cool“, (buchstäblich) auf die Schnauze gefallen (hab quasi nen Strecksprung gemacht, aber nach oben die Saltobewegung ausgeführt; Resultat: halbe Drehung). Im Nachhinein würde ich sagen hat sich’s gelohnt, so was strunzdummes werd ich nie wieder tun, und eine temporär behinderte Hand ist ein ziemlich geringes Lehrgeld. Ich kann jedem nur davon abraten, so einen Scheiß jemals irgendwie auch zu machen. Mich persönlich ärgert’s am meisten, dass ich meinen Grundsatz nach verantwortungsvoller Eigensicherheit beim Tricken einfach so über den Haufen geworfen habe. Wird mir nicht nochmal passieren.

Der Kaputte Mittelfinger hat mich übrigens heute in der Uni nicht aufgehalten nen Backflip vorzuführen, das spricht sich vielleicht schnell rum was ich da im Dalle getrieben habe (von mir aus würde ich das nie von alleine da machen, aber wenn man mich freundlich fragt …). Dabei konnte ich auch gleich das Volleyballfeld als Sandgrube ausprobieren, und die Landung war echt erste Sahne: Hart, aber man wird nicht zusammengestaucht (wie z.B. auf Rasen), optimal, bin sehr positiv überrascht.

Donnerstag, 31.07.2008

Gute Nachrichten bezüglich der Hand: Nichts gebrochen, nur der Mittelfinger derbe geprellt. Der Arzt (Orthopäde) meinte aber, dass es trotzdem eine gute Idee gewesen wäre zu ihm zu kommen, denn rein optisch wäre alles drin gewesen. Ich konnte also beruhigt wieder ins Dalle gehen und Zeug ohne meine linke Hand machen, hab also Aerial geübt, komme schon fast rum, nur im letzten Augenblick muss ich mich noch mit der rechten Hand abstützen (mache mein Rad mit dem Gesicht nach rechts, die rechte Hand ist dementsprechend die zweite). 5 %. War übrigens wieder mal toll zu sehen, wie beeindruckt Normalsterbliche von nem einfachen Backflip sind, beim Tony standen sie scheinbar unbeeindruckt einfach nur mit eingefrorenen Gesichtern da. Besonders lustig waren die Kinder auf dem Klettergerüst, die einfach aufgehört haben sich zu bewegen, und uns zugekuckt haben. Minutenlang.

Samstag, 02.08.2008

Heute wieder im Dalle mit dem Tony gewesen, wieder hauptsächlich in die Sandgrube (des Klettergerüstes, hihi) gehüpft, und das auch noch erfolgreich: neben den üblichen Backflips (25 %) hab ich heute meinen ersten Aerial gestanden und mir damit die 7 % verdient. Beine waren dabei schön gestreckt, wenn ich ihn immer so hinbekäme wäre ich schon weit über die 25 % raus, insofern glaube ich, dass ich den Aerial bald recht gut (50+ %) können werde.

Heute war außerdem unsere erste Fotosession, es kamen teilweise echt gute Bilder raus, gestochen Scharf, selbst bei der schnellsten Bewegung (zumindest wenn gerade die Sonne geschienen hat). Außerdem habe ich „den Unbekannten aus dem Dalle“ getroffen, ja genau den, der mich auf die Schnapsidee mit dem Tricken gebracht hat, der aus dem ersten Eintrag dieses Tagebuchs. Sascha heißt er, er hatte genau die gleiche Badehose wie damals an, und Einhandstand/Cheat Gainer hat er auch nicht verlernt.

Mittwoch, 06.08.2008

Gestern alleine (d.h. mit Freunden, die aber nicht tricken) im Dalle Tricken gewesen, langweilig ohne Trainingspartner, hab nur n paar Aerials versucht und auch welche gestanden. Dabei hab ich mir die rechte Wade etwas gezerrt, keine Ahnung bei was, hab mich eigentlich nicht überbeansprucht. Ist auch schnell (über Nacht) wieder weggegangen.

Heute dagegen waren Tony und Silvio da, ich hatte außerdem meine Kamera dabei, die Bilder sind teilweise wieder so genial, dass ich sie hier kaum beschreiben kann („fliegende Menschen“ trifft’s wohl am besten). Tricking-mäßig ist für mich ein immer brauchbarerer Aerial rausgekommen, er ging sogar direkt nach dem Aufwärmen auf Anhieb. Nach ein paar Versuchen ging mir allerdings schon ein bisschen die Kraft aus und es zog in den Oberschenkeln, mehr als 5 waren nicht drin, dann wurden sie hässlich und ich hab wieder jedes Mal die (saublöde!!) Hand auf den Boden aufsetzen müssen. Die, die ich geschafft habe, waren allerdings immer mehrere in Folge („in Folge“ im Sinne von „mehrere hintereinander mit jeweils einminütiger Pause dazwischen gestanden“), und die zudem auch noch schön (zumindest meinten das die Anderen, aus meiner Sicht haben sie sich nicht anders als die „hässlichen“ angefühlt), von daher würde ich mal sagen Aerial ist auf 15 %. Frontflip wird auch immer besser (obwohl ich ihn eher selten übe), er ist auch irgendwo um die 15 %. B-Kick hab ich auch ein paar Mal probiert, ich mach immer irgend ein Gewurschtel mit den Armen (sieht nich gut aus) und vorm Absprung sollte man die Nase fast am Boden schleifen, mach ich aber nicht, bin fast aufrecht (sieht nich gut aus), in der Luft reiß ich das hintere Bein nicht genug hoch (sieht nich gut aus), 10 %.

Samstag, 09.08.2008

Alleine im Garten Gumby probiert (Lehrmeister: YouTube), das Schwierigste ist wohl die Umstellung vom normalen Rad auf die „krumme“ Bewegung, aber hat eigentlich ganz gut funktioniert, 10 %. Aerial wollte nicht so recht klappen, beim besten Versuch bin ich mit den Zehen voraus (statt mit der Fußunterseite) gelandet, ein Glück dass ich mir ein Gartenstuhlpolster ausgelegt habe. Mein Versagen liegt wohl hauptsächlich daran, dass ich mich vorher nicht wirklich gedehnt hatte, und sinnvollerweise habe ich mich auch mit den Konsequenzen abgefunden: Bein nicht wie ein Blöder hochreißen, sonst krachen die Muskeln.

Montag, 26.08.2008

Erstes Training nach der Turnpause im Sommer und es ging einfach nix („nix“ im Sinne von „kein Backflip, kein Aerial, kein Gumby, kein Frontflip, kein B-Kick“), war total zum kotzen. Auf dem Läufer springt man so dermaßen scheiße ab, und wenn man 3 Wochen Rasen gewohnt ist … Naja, ich wollte jetzt eigentlich nicht einen kompletten Eintrag nur jammern, aber ich hab so lange nur positiv geschrieben, es war einfach mal wieder Zeit hier klarzumachen, dass es nicht immer nur Spaß macht. Immerhin hab ich keinen Muskelkater und kann das morgen in der Schnitzel ausgleichen (Versagen wie Muskelkater).

Freitag, 29.08.2008

Da ich durchs Turnen nicht wirklich mit meiner Flexibilität weiterkomme (anfangs bin ich gerade so an den großen Zeh gekommen, mittlerweile geht auch Ferse gut, aber für ca. 3 Monate ist das eher mau, an Grätsche/Spagat ist nichtmal entfernt zu denken), habe ich gestern beschlossen, mich (mindestens) einmal täglich ordentlich zu dehnen. Das beinhaltet dann verschiedene Kicks nach vorne (Axe2-artig), nach hinten (Aerial/B-Kick-Absprung) und wo man sonst noch so hintreten/dehnen kann, Dehnung der Schultern/Arme/Hände, sowie die üblichen Übungen zur Dehnung der Beine bzw. des Rückens (Füße anfassen, Grätsche/Spagat so gut wie möglich erreichen etc.).

Außerdem hab ich heute Geburtstag. :)

Nachtrag: Das mit dem regelmäßigen Dehnen hat 3 Tage lang gehalten. Dass ich nicht weiterkomme hat sich immerhin nicht bestätigt, bis ca. ende September reicht die Flexibilität, um aufgewärmt mit gestrecktem Bein die Stirn aufs Knie zu bekommen.

Freitag, 05.09.2008

Nach fast zwei Wochen Pause war ich heute endlich mal wieder turnen, und es ist wieder alles im Lot. Handstand-Überschlag vorwärts hat super geklappt, die Backflips habe ich mehrfach so aufrecht (d.h. „wenig gebückt“) wie selten zuvor gelandet. War ziemlich erleichternd nach der vorherigen Pleite. Aerial klappt leider noch immer nicht auf Läufer, mir fehlt einfach der harte Absprung vom Rasen, aber ich schaff’s jetzt wie anfangs auf der Wiese: die zweite Hand muss am Ende noch immer aufsetzen (immerhin eine Steigerung, hoffentlich verläuft die Lernkurve hier auch so flott wie damals im Bad). B-Kick ist niedrig und noch immer doof. Mehr habe ich heute nicht probiert, aber so langsam sollte ich mal mit FlickFlack anfangen, Zeit wird’s allemal. Tony hat mir außerdem den Parafuso empfohlen, welcher seiner Meinung nach für mich probierfähig ist; mal sehen.

Ich habe übrigens endlich mal wieder fleißig fotographiert (allerdings is die Bildqualität mangels Licht ziemlich schlecht), Silvio hatte außerdem ne kleine Videokamera dabei. Bilder von mir gibt’s diesmal keine (war immer hinter der Kamera), auf dem Video dürften allerdings ein paar Backflips und diverse Rumeiereien von mir sein. Vielleicht basteln wir ja irgendwann noch nen Tricking-Sampler, dann bekomm ich sicherlich auch meine 5 Sekunden Bildzeit zugesprochen und bin somit in Aktion zu sehen bzw. verfolgen.

Montag, 08.09.2008

Heute waren Tony und ich alleine tricken (TGW-Halle), wir haben beide ein paar neue Sachen ausprobiert. Tonys Raiz is zwar lange nicht perfekt, aber für die ersten Versuche ziemlich neiderregend, aber immerhin weiß ich jetzt, dass er nicht so schwer ist, wie ich erwartet hätte (sprich: für mich in nicht allzu ferner Zeit machbar, d.h. in weniger als einem Jahr). Bei den Gainer-Versuchen hab ich mich saudumm angestellt, ich wusste zwar was ich machen sollte, aber hab’s dann im Sprung nicht hinbekommen. Aus Frust hab ich dann einfach mal nen Pop 360 probiert und nicht schlecht dämlich gekuckt, als ich ihn echt gut gemacht hab. Höhe war super, Bein war schön oben, Körper war fast senkrecht zum Boden und gerade. Das hab ich dann natürlich wiederholen müssen, und es kam genau der gleiche Sprung heraus. Aerial hab ich natürlich auch wieder versucht, und bin schon fast rumgekommen, ich weiß nicht ob ichs vielleicht sogar ohne Hand geschafft hätte (… bin aber lieber feig als tot). Lazy Man ist auch kein Problem, ich sollte noch mehr gerade in der Luft sein oder sogar ein bisschen ins Hohlkreuz gehen, aber auch hier war ich erstaunt wie schnell ich zu zufrieden stellenden Ergebnissen kam. Die Backflips werden auch immer höher und schöner. Bilanz: Pop 360 30 %, Gainer%, Lazy Man 20 %, Backflip 30 %, Gumby 30 %, B-Kick 15 %.

Die geschossenen Bilder sind wieder ziemlich grieselig, aber besser als nix. Ne gute Kamera (ohne dicken Blitz) ist halt gegen echt miese Lichtverhältnisse auch machtlos.

Dienstag, 09.09.2008

Heute hab ich mich in die Schnitzel (bzw. auf die permanent aufliegende Weichbodenmatte) meinen ersten Gainer (gerade nach vorne und geduckt) probiert, er endete auf allen Vieren. Der nächste Versuch war dann ein Cheat Gainer, und ich kam gleich beim ersten Versuch auf den Beinen auf (musste mich aber sofort abstützen); nach ein paar weiteren hab ich dann allerdings einen komplett gestanden. Der nächste Anlauf war noch besser, ich bin fast so gut wie bei nem Backflip aufgekommen, und das Beste daran: Silvio hat alles mit seiner Kamera mitgefilmt. Cheat Gainer 10 %.

Bezüglich der anderen Tricks gibt’s auch Neuigkeiten. Den Aerial habe ich von vielen Anläufen nur einmal nicht ohne Hand geschafft, und da war ich schon ziemlich platt (der nächste Anlauf ging aber trotzdem wieder gut). Die Höhe ist allerdings noch sehr dürftig, ich kann das jetzt nicht gut einschätzen, aber mein Kopf ist während des Sprunges ziemlich nah am Boden (das scheint aber gängig zu sein, sieht man sich Bilder/Videos im Internet an). Ich würde den Trick also auf 20 % hochstufen (lieber erstmal vorsichtig einschätzen, z.B. war der Absprung ja von Federboden; mal sehen was der Läufer am Freitag bringt). Der Backflip wird auch immer höher (mir fällt regelmäßig insbesondere daheim nach dem Training ein, was ich nicht beachtet habe), diesmal hab ich besonders kräftig die Arme hochgerissen und ein paar Mal ordentlich überdreht, besonders als ich zusätzlich noch auf möglichst enge Haltung geachtet habe; 40 %. Frontflip hat auf dem Federboden auch super funktioniert, sogar der Edi meinte, dass ich jetzt endlich Höhe habe und gut drehe (und wenn der Edi was lobt, dann muss es schon echt dringend sein; er mag übrigens auch meinen Backflip), ich denke hier kann ich auch mal auf 25 % hochstufen.

Class A

Zwischenbilanz; Dienstag, 16.09.2008

Ich heiße David, bin jetzt 21 Jahre alt und studiere Physik im 3. Semester in Würzburg (momentan sind aber noch Semesterferien). Ich erfülle noch immer ziemlich sicher nicht das Cliché, welches ich einem Tricker aufstempeln würde: groß, dünn, sehr heller Hauttyp, relativ untrainiert (Bauch und Beine sind spürbar, nicht aber optisch kräftiger geworden). Warum ich das Tricken liebe hat mehrere Hauptgründe:

  1. In so gut wie keiner anderen Sportart hat man eine so große Bestätigung über den eigenen Fortschritt. Das Gefühl des ersten gestandenen Backflips werde ich nie vergessen, beim ersten Aerial musste ich bis über beide Ohren grinsen. Woanders kann man sich sagen „heute schaff’ ich die X Meter, die Y Sekunden“ und das dann einhalten, aber eine dermaßen deutliche Bestätigung wie wieder auf den Beinen zu landen spielt in einer ganz anderen Liga. Hier verbessert man sich nicht kontinuierlich sondern mit einem Schlag (und erst wenn man’s dann ein bisschen kann geht es wie bei anderen Sportarten weiter: langsame Verbesserung).
  2. Es ist höllisch beeindruckend. Im Schwimmbad kann sich so gut wie keiner in Sichtweite dagegen wehren hinzukucken, wenn ein paar Verrückte auf der Wiese Sprünge hinlegen, die man noch nichtmal Halbstarke vom Zehnmeterbrett hat machen sehen; ich kann mich dabei natürlich währenddessen nicht selbst beobachten, bin aber dafür von den gelegentlich entstehenden Fotos hinterher ziemlich begeistert.
  3. Es ist ein völlig anderes Gefühl als man vermuten würde, selbst durch die Luft zu fliegen. Es ist in etwa so schön, wie man es als Zuschauer vermuten würde, aber völlig anderer Natur. Zusehen und selbstmachen sind gleichermaßen interessant, insbesondere wenn man den anderen Tricker kennt. Ich wunder mich beim Zuschaun immer, dass ein Mensch überhaupt so ästhetisch von alleine fliegen kann, wenn ich dagegen selbst auf dem Kopf stehe habe ich in gewisser Weise ein Blackout und bin nur auf die aktuelle Situation konzentriert, die ganze Welt dreht sich, bis dann irgendwann erlösend (wenn’s gut geht) der Boden kommt. Adrenalin pur.
  4. Zum Tricken braucht man nur einen: den Tricker. Keinen Ball, kein Spielfeld, keine teuren Sportklamotten, keine Mitspieler. Wenn man auf der Zugspitze, an der Bushaltestelle oder in ner Kirche steht und Lust auf nen Backflip hat, dann macht man eben einen. Das ist dann natürlich nicht die optimale Situation, aber letztere ist nur ein Stückchen schwerer zu erreichen: Schuhe ausziehen ist gratis, Wiese gibt’s überall, Badehose hat jeder bzw. Kampfsporthose kostet keine 30 €; Leute zum tricken die man kennt sind nur einen Anruf weit entfernt, und wenn man mal in ner anderen Stadt ist kann man sich übers Internet leicht Trainingspartner für ne SitzSpringung organisieren (und lernt damit natürlich auch noch neue Leute kennen).

Die letzten Wochen habe ich mehr oder weniger herumprobiert welchen Trick ich als nächstes angehen werde, bis einschließlich heute habe ich mich an Doubleleg, Parafuso, Flashkick, Layout, Cheat Gainer und Brandy versucht. Alles bis auf Parafuso und Layout habe ich auch mindestens einmal nach Plan auf den Füßen beendet, von Reproduzierbarkeit kann aber nicht die Rede sein. Man sieht aber, dass ich schon deutlich kürzer brauche, um in einen Trick „reinzuschnuppern“, und das ist auch wovon viele Tricker im Internet sprechen: „Hat man mal ein paar Grundlagen, kommt man in die Experimentierphase – und ab da wird’s ein Traum“. So euphorisch sehe ich das noch nicht, aber sehr motivierend ist es schon. Heute habe ich mich letztendlich für Flashkick entschieden, den ich gestern schon ein paar mal hässlich und heute mehrfach schön gestanden habe, nur später als mir die Kraft ausging wurde er wieder hässlich. Anders steht’s mit Cheat Gainer, den konnte ich nur gegen Ende, vorher hab ich immer den Absprung vergurkt und bin auf den Knien gelandet. Blöderweise mach ich meinen Cheat Gainer noch immer als normalen Backflip aus der Vorwärtsbewegung, und nicht wie eigentlich geplant mit eingebauter Seitwärtsdrehung und Landung auf einem Bein. Konkret gesagt müsste ich während des Absprungs nach links auf den Boden kucken und das Schwungbein für die Landung vorbereiten. Ich würde beide auf 10 % einschätzen, und diese 10 % zu ändern ist mein Ziel in nächster Zeit.

„Ich probier jetzt Flashkick und Cheat Gainer“ spricht ja schon Bände, inwiefern ich meine Ziele vom Anfang verwirklichen konnte: Handstände sind zwar noch immer böhmische Dörfer, aber der Backflip ist hoch und schön (pessimistische Einschätzung: 50 %, gestern habe ich sogar zwei nacheinander gemacht, der zweite war aber niedrig), Aerial stehe ich immer, nur je nach Boden kanns sein dass ich mir den Fuß etwas umknicke (auf weiche Matte: 50 %, aber solange ich ihn nicht auf beliebigem Boden, sprich Rasen, schaffe, bleibt er auf 20 %), den Frontflip beende ich aufrecht stehend (30 %). Zieht man noch die versuchten Tricks hinzu, die ich nicht regulär schaffe, kann man schon behaupten, ich sei weit über das hinausgeschossen, was ich am Anfang von mir erwartet hatte. Hätte mir jemand im April was von mir und Flashkick erzählt, hätte er es wohl ironisch gemeint und ich hätt’s ihm kein Stück übel genommen, ich bin aber froh das geändert zu haben. Heute würde ich sagen „Stimmt, ich kann wirklich noch keinen“ und mit Winterjacke, Jeans und schweren Straßenschuhen nen normalen Backflip vor ihm machen.

In diesem Sinne hat sich auch psychisch was bei mir verändert: Ich spreche nicht mehr von „hüpfen“ sondern bezeichne mich tatsächlich mittlerweile meistens als „Tricker“. Ich krebse nicht mehr mit den Grundbewegungen rum, und wenn jemand nen atemberaubenden Sprung vor mir macht bin ich natürlich noch beeindruckt wie früher, denke mir aber nicht „wie macht er das nur, ich dachte sowas können Menschen gar nicht“, sondern „Wenn ich so weiter mache kann ich das auch irgendwann“. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin kein Hüpfer mehr, kein dilettantischer Turner, sondern Class-A-Tricker*.

*: Die Tricks werden grob in Schwierigkeitsklassen von A bis ungefähr G sowie zusätzlich EX unterteilt, dabei gibt es aber keinerlei Standard. Die Reihenfolgen und Zuordnungen unterscheiden sich also von Quelle zu Quelle, bewegen sich aber alle im gleichen Bereich. Class A bezeichnet die Basisfertigkeiten (z.B. Backflip, Aerial, B-Kick), Class B baut darauf auf (z.B. Flashkick, Brandy, B-Twist) und führt neue Bewegungen ein (z.B. Raiz, Doubleleg). Pro Klasse steigert sich so die Schwierigkeit sukzessive. Class EX (von Extra) beinhaltet keine eigenständigen Tricks sondern solche, die z.B. die Übergänge in Combos füllen oder die Effizienz der eigentlichen Sprünge erhöhen (z.B. SwingThru). Eine solche Liste von Tricks und ihre Einteilung gibt’s z.B. auf Club 540 oder in der Tricking Bible (PDF).

Dienstag, 07.10.2008

So lange kein Eintrag macht nur dann Sinn, wenn man so lange keine (dringend nennenswerten) Fortschritte macht, und so war’s auch eigentlich: beim Aerial knicke ich noch immer (aber zunehmend seltener und schwächer) mit dem Fuß ab (lange dauert’s nicht mehr, vielleicht noch einen Monat), Flashkicks lande ich alle 5 mal ordentlich. Der Vorwärtssalto verbessert sich auch stückweise, habe ein paar Baranis gestanden (d.h. bin krumm und wackelig, aber nur auf den Füßen, aufgekommen), die Höhe nimmt auch zu (35 %). Heute allerdings hab ich endlich meinen Fehler beim Cheat Gainer verstanden, und bin ab dann (abgesehen von Ermüdung) auch ordentlich rumgekommen: Arme ordentlich nach oben mitreißen, und auch den Absprung nicht nach vorne sondern senkrecht gen Himmel versuchen; ich stufe das Ding daher mal auf 15 % herauf. Die nächsten Herausforderungen (in der Reihenfolge): Sicherere Landung, mehr Höhe, und schließlich muss ich auch noch von dieser geduckten Backflip-artigen Bewegung in die teilweise Seitwärsbewegung mit einbeiniger Landung des eigentlichen Cheat Gainers hereinkommen. Nebenbei sollte ich auch noch an meiner Kopfhaltung arbeiten, momentan ist mir die zu sehr im Nacken, was nicht nur blöder aussieht, sondern auch gefährlicher ist.

Freitag, 10.10.2008

Haha, die letzten Wochen hatte ich irre Angst mir beim FlickFlack die Handgelenke abknicke oder den Kopf in den Boden ramme; heute hab ich’s einfach mal (nach kurzer Überwindung und Prüfung der Mattenwichheit) probiert. Nach 3 (drei) Versuchen waren die Hände schulterbreit auf dem Boden und die Beine gestreckt, das Teil ist unglaublich einfach zu machen, hätte ich nie erwartet – ich hätte meine rechte Hand auf eine Lernkurve wie beim Backflip verwettet, speich wochenlang mit Hilfestellung auf die Schnauze fallen und dann irgendwann hässlich rumkommen. 20 % sind hier glaube ich schon angemessen. In Foren wird ja immer gern diskutiert, was ein Anfänger zuerst lernen soll; ich kann ab jetzt nur sagen „mit dem Backflip macht man garantiert nichts falsch“ in Bezug auf einen eventuell hässlichen FlickFlack hinterher. Klar, mein erster war viel zu hoch gesprungen, die Hände berührten gerade so den Boden; beim zweiten ging’s schon besser, der dritte war schon echt prima (aus meiner Sicht). Perfekt ist er natürlich noch nicht, es fehlen noch Geschwindigkeit, Mehrfachausführungen und ein Batzen Eleganz, aber für 30 Minuten Trainingsaufwand bin ich doch sehr von mir und dem Trick überrascht.

Außer wie immer einer Menge Aerials, Backflips und Frontflips hab ich mich heute außerdem mal wieder an den Doubleleg gewagt, vor dem ich nach mehreren unglücklichen Landungen auf Matte etwas Angst hatte (aber weit weniger als vor dem FlickFlack ironischerweise), er ging aber echt gut, bin immer rumgekommen. Es hat niemand anders aktiv zugekuckt, ich kann also nur aus meiner Sicht berichten, so wie ich mich kenne sind die Beine aber nicht gerade und es mangelt an Höhe; von daher genehmige ich mir mal vorsichtige 10 %.

Dienstag, 21.10.2008

Heute war eine der motivierensten Tricking-Sessions seit langem (wenn nicht überhaupt). Es hat einfach alles so geklappt wie es klappen sollte: Backflip auf festem Boden fast aufrecht gelandet (So langsam bin ich bereit zu Operation Mehrfachsalto), Doubleleg „hoch“ (Tony) und mit gestreckten Beinen (20 %), Aerial hoch, gestreckt, schnell und theoretisch mittlerweile auch hartbodentauglich (lang dauert’s nicht mehr bis zum seit Ewigkeiten angekündigten 50-%-Sprung), und weil letzteres so gut geklappt hat hab ich halt mal die Beine zusammengenommen und siehe da, Brandy! Wegen der weichen Landung kann ich allerdings nicht beurteilen wie Combotauglich der Trick gewesen wäre, die 10 % sind aber auf jeden Fall drin. Die Gainer waren anfangs hoch, mit der Zeit bin ich aber immer halbherziger abgesprungen. Als ich dann eh schon niedrig war dachte ich mir, warum nicht mal den Backflip falsch probieren: so niedrig wie möglich. Bin auf den Füßen aufgekommen, laut Beobachter war ich dabei permanent unter Kopfhöhe – soll heißen, dass ich überall da, wo ich stehen kann, auch nen Backflip machen könnte. Frontflip war hoch und sauber gelandet. Pop 360 war hoch, das Bein hat richtig heftig Schwung nach oben gebracht, Drehung war schnell. Einen meiner zwei Flashkick-Versuche hab ich ordnungsgemäß beendet, nach dem zweiten hatte ich keinen Bock mehr. Sieht geil aus, aber ich mag das Gefühl des Sprungs nicht (hoffentlich liegt das daran, dass ich ihn noch nicht kann, wäre jammerschade wenn ich aus persönlichen Präferenzen auf sowas Schönes verzichten würde; rein optisch gesehen ist mein großes Ziel für die ferne Zukunft seit ich das Tricken angefangen habe Brandy to Flashkick). FlickFlack war anfangs beim Sprung in den Handstand noch mit angewinkelten Beinen, als ich mich dann drauf konzentriert hab waren sie aber gefühlsmäßig fast gerade.

(Ich hab jetzt in einem Eintrag 5 mal „hoch“ benutzt, ich glaub das passiert mir so schnell nicht wieder – leider.)

Dienstag, 28.10.2008

Kurze Vorbemerkung: Salto nach Ende einer vollen Vorlesung mit Mütze, Handschuhen, dicker Winterjacke, Schal, schweren Schuhen gestanden. War erbärmlich niedrig, aber besser als gar nich rumzukommen.

Hab mal bei der Capoeira-Gruppe der Uni hier vorbeigekuckt, und ich muss sagen, ich hab noch nie nen haufen Leute, die einen unbekannten Sport praktizieren und dabei einen dermaßen harten Stock im Arsch hatten (Ja, Arsch!!, die Ausdrucksweise scheint mir hier passend), getroffen. Training hatte bereits angefangen und ich wollte nicht einfach reinplatzen und die Trainer ansprechen, hab mich also brav an den Rand gesetzt, ein bisschen zugekuckt, und dann irgendwann, als grad ein Trainer frei war, ein paar Fragen gestellt. Erstens schien es dem ziemlich wurscht zu sein was ich von der Sache halte, zweitens hat er anscheinend auf Durchzug geschalten, als ich ihn nach „wilderen“ Sachen gefragt habe, z.B. ob man hier denn nen Raiz lernen könnte, ohne sich den ganzen Tanzkram anzulernen. Geht natürlich nicht, „gehört schließlich dazu“, so ein Blödsinn, ich muss doch nicht eure Ideologie lieben um in der Luft rumzuspringen. Erzählt mir doch nicht, dass ihr irgend eine tolle Gemeinschaft seid, meine Herren, ihr steht auf dem Boden und macht teilweise schön anzusehende Bewegungen. Das ist wie die Tricker, die einem was von Selbst­ausdrucksform und Lebens­einstellung erzählen, Jungs, wacht mal auf, weil ich nen Salto machen kann muss ich nich ins Kloster gehen. Nochmal geh ich da sicher nicht hin, aber es gibt da ja noch diesen Capoeira-Verein den ich in älteren Beiträgen erwähnt habe, die sind immerhin scharf auf mein Geld, vielleicht bekomm ich da anständige Auskunft. Deren Trainer schienen auch etwas aufgeschlossener zu sein.

Sachen gepackt und zur Schnitzel gefahren, nächste Enttäuschung: nach dem Höhenflug von letzter Woche der Absturz, heute war’s einfach nur scheiße. Alles was ich echt gut hinbekommen habe waren Backflip und Aerial (kein Wunder, üb ich auch schon lange genug); Doubleleg, Pop 360, Flashkick, Cheat Gainer, FlickFlack lagen abwechselnd zwischen nicht gut und total schlecht. OK, beim Flashkick ist das nix neues, aber dass ich beim Doubleleg, den ich letzte Woche echt gut konnte, nicht ein mal rumgekommen bin, hat mich dann schon ordentlich gewurmt. Pop 360 habe ich immerhin (wenn auch aus Versehen) Hyper gelandet. Ich hoffe mal, dass das von meiner Krankheit her kommt (Halsweh, Schnupfen und so Zeug), den Kram muss ich echt nicht wiederholen.

Freitag, 31.10.2008

Doubleleg ging nicht (Landung auf allen Vieren, aber immerhin alles gestreckt), Aerial-Landung tat weh, Backflip ausm Stand ist noch immer höher als aus dem Roundoff. Damit war das offiziell meine schlechteste Tricking-Woche seit ich geboren wurde. Immerhin hat sich mein FlickFlack nicht verschlechtert, Beine strecke ich aber nach wie vor erst in der Handstandstellung richtig durch (statt bereits beim Absprung). Bin übrigens wieder gesund, die Ausrede fällt also weg.

Dienstag, 11.11.2008

Heute gingen wieder alle Standard-Tricks (Aerial, Backflip, Frontflip) prima, zusätzlich habe ich alle Brandy- und Gainer-Versuche erfolgreich auf der Weichbodenmatte beendet. Besonders schön war heute der Doubleleg, der endlich wieder hoch war; die Beine sind aber noch immer angewinkelt. Außerdem strecke ich den Körper zu weit richtung Boden, das Ergebnis ist mehr ein gestreckter Sideflip, worüber ich mich aber kaum freuen kann: ich will den Doubleleg können und mich nicht mit einem Abfallprodukt trösten, außerdem klaut der senkrechtere Oberkörper einiges an Schwung bzw. Höhe. Tony hat heute übrigens endlich und mehrfach nach wochenlangem Probieren den Cork gestanden, hier also nochmal eine schriftliche Gratulation: Gratulation, Tony. (Yipeeee!)

Fernab des Trickens selbst war heute erster Praxistest meines neuen Blitzes (Nikon SB-600, am Samstag von Amazon geliefert, Expressversand für sauteuer und trotzdem über 30 € billiger als im Mediamarkt oder dem Fotoladen um die Ecke). Abgesehen davon, dass ein paar schöne Aufnahmen dabei sind, muss ich gestehen, dass ich mir das Fotographieren mit Blitz einfacher vorgestellt habe. Es ist echt schwer ein gesundes Mittelmaß zwischen angemessener Beleuchtung des Motivs bei kurzer Belichtungszeit und Ausleuchtung des Hintergrundes hinzubekommen, dazu kommen noch die Schattenverläufe und ähnliche gestalterische Dinge. (Keine Sorge, das artet hier jetzt nicht in ein Fotographie-Tagebuch aus)

Freitag, 14.11.2008

Heute hab ich mich das erste mal den Cheat Gainer so getraut wie er sein sollte: mit Seitwärtsbewegung. Auf Video hat man sogar erkannt was mal draus werden soll. Hoffentlich wird das jetzt endlich mal was mit meinem ersten richtigen Trick, Backflip und Aerial gibts schließlich auch in anderen Sportarten.

Freitag, 21.11.2008

Wie immer gingen keine Aerials auf dem blöden nachgiebigen Läufer, irgendwann hab ich mir dann n Sprungbrett drunter gelegt, der Absprung war dann gefühlsmäßig so wie harter Boden (schließlich gibt auch das Sprungbrett noch gut nach wenn’s auf Weichbodenmatten liegt); dann ging’s los: Doublelegs en masse, gegen Ende wurden sie schon ziemlich gerade und die anderen fanden sie sogar schön. Wie immer bekomm ich Gestrecktheit und Höhe noch nicht unter einen Hut, aber das wird schon noch kommen. Hatte jedenfalls heute mein erstes motivierendes Erfolgserlebnis seit Wochen. Gut, dass ich überhaupt hingegangen bin, ich hatte mir schon überlegt den Abend einfach anders zu verschwenden. Joa, ansonsten war noch ein recht hoher geduckter Gainer dabei; Webster hab ich auch mal probiert, bin gerade so rumgekommen, hat mir aber generell nicht so recht Spaß gemacht (habe vielleicht ja schon erwähnt dass ich Vorwärtssalti aus meiner Perspektive ziemlich langweilig finde).

Montag, 01.12.2008

Ich spring zwar noch immer wie Sissi persönlich in den Cheat Gainer, dafür kann ich ihn seit Freitag gerade vorwärts in Laufrichtung inklusive sicherer Landung (Straight Gainer: 25 %). Ich brauch nur noch mehr Höhe (momentan komm ich etwas besser als gebückt auf), dann geht’s los mit den Variationen; Gainer Flash scheint mir nicht mehr so unerreichbar zu sein wie ich noch vor ein paar Wochen, ach Tagen, dachte: Flashkick aus dem Stand hat anfangs echt super funktioniert, nur später als die Beine dann müde waren kam ich wieder nur gerade noch so rum. Immerhin hat mir der Trick Spaß gemacht, von daher ist er jetzt wieder offiziell im Rennen (15 %). Ansonsten hab ich mal den Webster probiert und auch rumgekommen, wenn auch armselig niedrig. Da ich ihn aber einfach mal so aus Neugier probiert habe war ich doch recht positiv überrascht. Ein paar Versuche zu mehreren Backflips hintereinander (einen alleine dreh ich mittlerweile auf Brust- bis Schulterhöhe) haben in Anstrengung und ordentlich Schwindel (Rekord waren 3 Stück nacheinander) geendet, die Pausen zwischen den Einzelsprüngen waren zwar nicht groß, von Mehrfach-Salti kann aber trotzdem noch nicht die Rede sein. Dafür geht der Salto eigentlich aus allen Lebenslagen, ich hab das mal durchgespielt. Im Freibad auf dem Handtuch liegen, Rolle rückwärts mit Abdrücken in den Handstand, Backflip nach der Landung. Man wird geschubst oder stolpert (leicht!), taumelt zwei Schritte nach hinten, Backflip. Sitzen, aufspringen, Backflip. Macht Spaß immer unmöglichere Ausgangspositionen zu finden.

Tony meinte außerdem, dass wir vielleicht mal nen öffentlichen Auftritt im Sommer im Auge behalten sollten. Ich weiß nich so recht was ich davon halten soll, im Schwimmbad motivieren Zuschauer (Gaffer ausgeschlossen) schon stark, aber bei nem Auftritt kommt so ein gewisser Leistungsdruck dazu. Mal ganz abgesehen von der Atmosphäre: was kann ich denn bis jetzt? Backflip. Naja, hier endet die Liste auch schon wieder. Alles andere ist entweder niedrig oder krumm oder landet nicht auf den Beinen. Einen Trick zu „können“ heißt für mich ihn machen zu können wenn ich will, solange ich also nicht unaufgewärmt mit Schuhen, Winterjacke und Schal im Hörsaal nen Doubleleg einigermaßen machen kann, „kann“ ich ihn auch nicht. Bis zum Sommer ist ja aber (leider bzw. immerhin) noch etwas Zeit. Ich hab ja schon öfter meine Nah- und Fernziele hier hingeschrieben (und dann immer die Hälfte davon wieder heimlich fallen gelassen), von daher mach ich das einfach nochmal. Bis zur Freibadsaison will ich können (!): Doubleleg, Cheat/Straight Gainer, Webster, Flashkick. Raiz wäre auch ne super Sache, da fehlt mir aber der Lehrer, der Trick sieht aber dermaßen geil aus dass ich ihn mir unbedingt beibringen muss (hab den Absprung schon mehrfach versucht, ist aber nichts geworden), Gainer Flash wäre natürlich auch traumhaft. Vielleicht fass ich irgendwann mal noch den B-Twist/Cork ins Auge, aber das ist momentan noch nur Theorie.

Dienstag, 09.12.2008

Nachdem ich ein privat ziemlich hart anstrengendes Wochenende hatte hab ich gestern ein bisschen langsamer gemacht, wirklich geübt habe ich nur RoundoffBackflip, hat auch ganz gut geklappt, Drehung ist jetzt regulär auf Kopfhöhe. Irgendwann kam dann Herr Schicksal vorbei und dachte sich wohl sowas wie „Wer sowas gefährliches macht darf nicht unverletzt davonkommen“, und naja, ich verstauch mir den Fuß beim runterlaufen vom Läufer (Höhendifferenz ca. 30 cm), haha, welch Ironie. Schlau wie ich bin bin ich heute natürlich trotzdem zur Schnitzel gefahren. Mir war schon klar, dass nicht so viel gehen wird, Doubleleg war aber trotzdem gut, auch wenn die Beine noch nicht besonders gestreckt waren. Webster steh ich mittlerweile mit relativ geraden (und nicht zu müden) Beinen regulär, 20 % sind da schon mal drin. Ich hab auch mal (wieder) ein paar Arabians in die Schnitzel gemacht, ging ganz gut, bis ich mir dann auch noch den anderen Fuß verstaucht hab. Sind beides keine schweren Verstauchungen, sonst hätte ich natürlich sofort aufgehört, aber humpeln ist mir zwei verkrüppelten Füßen echt schwer, hätte ich mir mal vorher überlegen sollen. Für die körperlichen Voraussetzungen heute lief es aber eigentlich ganz gut.

Samstag, 10.01.2009

Letzten Freitag hab ich mir das Knie irgendwie verdreht, fühlte sich hinterher geschwollen an, optisch war aber nichts zu erkennen. Ich hatte das schon öfter vom Sport, dementsprechend ging ich auch davon aus, dass es nach 1-2 Tagen nicht mehr weh tun wird und von selbst heilt, und so kam es dann auch. Gestern hab ich dann nen Gang runtergeschraubt beim Tricken, und auch ansonsten mach ich momentan wenig Fortschritte. Ich hoffe mal, dass das mit der Weihnachtspause zusammenhängt, in der kein Training bzw. ich nicht anwesend war.

Mittwoch, 14.01.2009

Der Eintrag kommt nen Tag verspätet, bin gestern nach der wohl bis dato am meisten anstrengenden Tricking-Session (mal abgesehen von den Muskelkater-Anfänger-Wehwehchen von Juni/Juli/August) einfach nur ins Bett geplumpst.

Schon ziemlich kaputt vom Montag bin ich quasi nonstop rumgesprungen, Webster, Aerial, Doubleleg, B-Twist waren an der Reihe. Nachdem mir beim Webster immer öfter der Oberschenkel von der Anstrengung gebrannt hat bin ich nach ner halben Stunde Pause in die andere Halle aufn Federboden gegangen, und da ging’s dann los mit RoundoffBackflip und Gainern. Wirklich was neues gelernt hab ich nicht, aber ne Verbesserung bei den bestehenden Sachen war definitiv zu merken. Daheim angekommen hab ich ordentlich gezittert, heute war ich total schlapp und hab vor Muskelkater gehumpelt, aber zum Teufel, das war’s definitiv wert!

Mittwoch, 28.01.2009

Mein Knie hat Montag Mittag beschlossen, ohne ersichtlichen Grund nach der Vorlesung (nichtlineare partielle Differentialgleichungen – Zusammenhang nicht ausgeschlossen) anzuschwellen, und das dann auch so pünktlich bis Mittwoch früh aufrechterhalten. Glücklicherweise bin ich momentan überhaupt nicht in Tricking-Laune und wollte eh nicht endlich mal wieder in die Schnitzel oder die geile Plyo-Halle und meinen Gainer Flash endlich ordentlich angehen und voll abgehen und und und … ach Kacke. :(

Montag, 02.02.2009

Letzten Freitag war noch so ein Scheißtag, bin beim Training angekommen und hatte einfach körperlich keinen Bock mehr, obwohl ich mir die ganze Fahrt hin überlegt hatte wie toll es doch sein würde endlich mal wieder zu tricken, hab aber schon da gemerkt dass ich nicht wirklich fit bin. Angekommen hat sich das dann bestätigt und auch auf die Psyche übertragen: Nichts hat den geringsten Spaß gemacht. Nach 10 Minuten bin ich wieder gegangen, 2 mal 50 Minuten Fahrt für nichts.

Heute dafür gings wieder super. Ich hab zwar keine Aerials und Doublelegs gemacht, weil mein linkes Sprunggelenk noch etwas sensibel ist, dafür gingen die Backflips mehrfach sehr gut, d.h. Absprung auf (zu) weichem Boden, Landung komplett aufrecht. So langsam wird mein Flashkick auch richtig schön, fototauglich ist er definitiv schon, nur muss ich aufpassen bei der Landung ordentlich abzufedern. Meine Beine lassen sich nach hinten ein Stück durchstrecken, dementsprechend kann ich nicht einfach mit gestreckten Beinen landen und trotzdem einknicken (zumindest nicht ohne mir die Kniegelenke um 90° nach hinten zu verdrehen, was meiner medizinischen Vorkenntnisse nach nur gering gesundheitsförderlich wäre). Schön dabei ist auch, dass mir der Trick mittlerweile echt Spaß macht (meine Vermutung von damals hat sich also bestätigt: Freude kommt hier anscheinend wirklich erst mit Können), ich glaube mein Flashkick und ich können richtig gute Freunde werden (→ 30 %).

Dienstag, 03.02.2009

Flashkick funktioniert noch immer prächtig und macht ebensoviel Spaß. Für harten Boden drehe ich aber noch nicht konsequent schnell genug. Unglücklicherweise hab ich mal wieder meine schon vorhandene Verstauchung von vor 2 Wochen erneuert, da scheint mir mehr im Eimer zu sein als nur ein bisschen Stauchung, die Landung war nämlich eigentlich überhaupt nicht verletzungswürdig. Werde mal zum Orthopäden kucken.

Freitag, 07.02.2009

Der Orthopäde hat nichts gefunden (außer dass ich relativ starke Bänder und Plattfüße habe). Eigentlich sollte mich das freuen, aber trotzdem reagiert mein Gelenk momentan wesentlich sensibler auf Verstauchungen als sonst. Mein Plan ist daher schonen, d.h. keine Tricks, die vorrangig auf dem linken Bein landen (ist z.B. bei meinem Doubleleg der Fall). Das Training heute Abend war eh nicht so der Hammer, nur Backflips und Flashkicks gemacht, die Höhe hatte ich aber schon mal besser. Webster war wie immer eine gehockte Landung.

Dienstag, 10.02.2009

Endlich hab ich mich mal nen Gainer Flash getraut, d.h. er wurde auch als solcher erkannt. Ansonsten hab ich mir den linken Fuß nochmal verstaucht (gurkiger B-Twist). Vielleicht sollte ich nochmal speziell zu nem Sportmediziner kucken, so is das irgendwie immer nich so toll wenn man sich Sorgen (statt Gedanken) um die Landung machen muss, ne stützende Bandage oder so wäre sicher ne Hilfe (für den Fall dass ich mich mal wieder nicht beherrschen kann; B-Twist kommt hiermit auch auf meine Erstmal-Tabu-Liste). Meine Will-ich-können-Prognose vom Dezember scheint mir aber momentan recht realistisch zu sein, Flashkick haut immer regulärer und schöner hin, Gainer hab ich heute echt gut (d.h. aufrecht) gestanden. Naja, Doubleleg ist auch Tabu wegen des Fußes, Webster kann ich dafür üben, da brauch ich nur den anderen Fuß bei der Landung, mittlerweile komm ich da auch ganz gut rum. Nach ein paar Versuchen lande ich aber immer niedriger, wenn ich gehockt auf der Matte sitze hör ich meistens genervt von dem Trick auf.

Dienstag, 17.02.2009

Nachdem mich der Ortopäde am Freitag mehr oder weniger durchgewunken hat, nachdem er mir stake Bänder und Spreizfüße bescheinigt hat, hab ich mir mal noch nen Termin geben lassen, diesmal bei meinem lokalen Sport-/Allgemeinarzt, und das kam mir dann da auch wesentlich mehr nach Sprechstunde vor. Prädikat diesmal: wenn es weh tut wird wohl innen irgendwas kaputt sein, da der Fuß aber weder blau noch geschwollen ist/war, kann es sich um nichts Ernstes sein. Die Narbe (sic) braucht etwa 8 Wochen um abzuheilen, bis dahin sollte ich das Gelenk nicht überbeanspruchen. Turnen kann ich trotzdem, nur sollte ich es nicht zu wild treiben. Damit kann man doch mal was anfangen, Mister Orthopäde. Bandagen konnte er mir keine aufschreiben, das geht von ihm aus nur für Schienungen, und das ist sicherlich nicht das Richtige für meine Verletzung. Ich habe mir dann privat eine Bandage für 16 € gekauft; die ist zwar nicht von der Orthopädenvereinigung und Company Kommanditgeselltschaft zertifiziert, sollte aber trotzdem ihren Zweck erfüllen.

Heute gab’s keinen Gainer Flash – ich hab ihn schlicht vergessen. Die genannte Bandage machte einen recht stützenden Eindruck machte, hab ich mich auch wieder (vorsichtig) an die Horror-Tricks gewagt: Doubleleg und Sideflip, das sind genau die Kandidaten, bei denen ich mir das Fußgelenk ordentlich angebröselt hab. Und siehe da, ich bin stellenweise blöd genug aufgekommen, dass es gestern noch weh getan hätte, aber heute mit Bandage war es dann kein Problem. Ob jetzt Placebo oder nicht, ich mag das Teil jetzt schon. Werde mir mal noch eine zweite kaufen, falls die eine mal verschwitzt ist oder reißt oder was auch immer so nem Ding halt passieren kann. Der Sideflip ist jedenfalls mittlerweile recht gut, anfangs hab ich immer das ordentliche Prellen vergessen. Ich hab heute sogar rausgefunden, was ich für meine beiden Sideflip-Varianten muss. Eine war immer der klassische (PopSideflip, die andere ähnelte von der Wirkungsweise mehr einem Brandy: die Landung war rückwärts, quasi bereit für einen Backflip oder derartigem. Den Unterschied macht letztendlich die Armbewegung aus, zieh ich sie vor dem Oberkörper vorbei wird’s die Rückwärts-Variante, zieh ich die Arme gar nicht mit sondern ducke gleich (mit den Händen an den Knöcheln), dann wird es der normale Sideflip. Von der Höhe her sind sie auch schon recht gut, das Prellen macht halt ordentlich was aus. Beide Varianten haben gemeinsam, dass ich sie noch nicht beim ersten Versuch auf Boden risikofrei machen könnte, danach komm ich allerdings wunderbar klar. Mit diesen Einstiegsschwierigkeiten würde ich mal sagen, dass 30 % es recht gut treffen.

Dritter Absatz für so einen normalen Dienstag, ich fass mich mal kürzer. Flashkick ging heute nicht so gut, rumkommen tu ich zwar immer (auch auf hartem Boden), aber die Landung ist teilweise schon mehr Telemark als einbeinig. Webster war heute der wahrscheinlich schönste überhaupt dabei, sehr hoch gelandet, Beine nicht zu sehr abgewinkelt, könnte fast n hässlicher Vorwärts-Aerial gewesen sein. Backflip war heute auch nicht besonders toll, außerdem tat mir der Rücken weh vom Hohlkreuz, sollte ich mal schleunigst aufhören das zu machen (das Hohlkreuz, nicht den Backflip). Gainer gehen auch wesentlich besser seit ich den Backflip ordentlich geschlossen habe, nur kicke ich echt sehr lasch mit dem Bein hoch, dabei verschenke ich echt ne menge Höhe und Rotation. Das mit dem „lasch“ fällt mir auch bei den anderen Tricks von mir auf, irgendwie sehen die kraftlos aus auf Video, kein BÄM dahinter. Den anderen gefällt’s zwar, ich bin aber unzufrieden. Nichtsdestotrotz ist mein Ziel erstmal eine ordentliche Basis an Tricks aufzubauen, und mich dann intensiv(er) um den Style zu kümmern. Ich lasse ihn momentan zwar nicht ganz außer Acht, aber mein Hauptziel sind erstmal Höhe, Rotation, Gestrecktheit usw.

Montag, 23.02.2009

Außer dass ich am Freitag super Sideflips vom Sprungbrett gemacht hab, und auch die Landung durchgehend perfekt geklappt hat, hab ich mich eigentlich nur mal wieder verletzt. Ich weiß nicht wie es genau passiert ist, jedenfalls bin ich beim Absprung vom Minitramp irgendwie abgerutscht und hab mir die Haut zwischen dem Zeige- und Mittelzeh des linken Fußes aufgerissen. Aufgerissen, das heißt es handelt sich um einen Riss. So widerlich das jetzt klingt, es hat nicht wirklich weh getan. Ich war eher fasziniert davon, dass ich direkt in mein eigenes Fleisch kucken konnte, ohne unmenschliche Schmerzen zu haben. Gebrannt hat’s n bisschen, ich hab bis jetzt Schmerzen wenn ich beim Laufen abrolle. Ist aber sicher nichts Ernstes.

Montag, 11.03.2009

Erst die schlechte Nachricht: Wollte gestern nen Webster von so einem Sprung-Prell-Brett aus machen, bin mit dem Schwungbein unten drunter gekommen, Sprungbein aufgesetzt, Schwungfuß hochgekickt und dabei ordentlich den Fußrücken aufgerissen. Tut weh wie so ein ordentlicher blauer Fleck mit Schürfung halt so wehtut, wär’s (an-) gebrochen gewesen hätte ich sicher mehr Schmerzen beim Laufen.

Jetzt die Gute: ich habe heute endlich mein Gainer-J-Step-Setup hinbekommen. Vor dem vorletzten Schritt hab ich bis jetzt immer einen kleinen Hopser auf dem Schwungbein gemacht, es dann nochmal aufgesetzt, den Schritt mit dem Sprungbein gemacht und bin dann abgesprungen. Der Nachteil am Hopser ist, dass man dabei, um das Gleichgewicht zu halten, die Beine recht nahe beieinander haben muss, ergo kann man nicht durchschwingen und springt unabhängig vom Anlauf wie aus dem Stand (und das noch dazu schlecht) ab. Zurück zur Gegenwart: ich hätte nie geglaubt, wie viel Schwung mir dieser beknackte Hopser geklaut hat, ich glaub ich hab noch nie so hohe Gainer gemacht. Und naja, was macht man, wenn man Gainer Flash super findet und der eigene Gainer hoch genug ist …? Beim ca. dritten Versuch hab ich dann sogar einen ordentlich gelandet (auf weicher Matte), war schon ein sehr geiles Gefühl, hatte schon lange kein richtiges Erfolgserlebnis mehr beim Tricken. Der Witz an der Sache ist, dass ich bei dem einen Sprung, bei dem ich nicht aktiv dran gedacht habe, den Hüpfer wegzulassen, ihn letztendlich nicht gemacht habe; bei den Krüppel-Gainern vorher hab ich’s zwar versucht, mein Unterbewusstsein (das Schwein) hat mir aber immer einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Dienstag, 17.03.2009

Erster richtig geiler Gainer Flash, gute Landung, Beine ordentlich auseinander. Natürlich nicht wiederholbar. Stattdessen linken Fuß mal wieder wehgetan.

Donnerstag, 26.03.2009

Heute bin ich mal mit dem Silvio auf gut Glück zur Schnitzel gegangen, um mal nach neuen Terminen für mehr ordentliches Training Ausschau zu halten. Nachdem uns eine Abfuhr eingefangen haben, konnten wir dann in der anderen Halle (Plyo/Schnitzel sind getrennt) mittrainieren. Ich konnte die ganze Zeit nicht wirklich einschätzen, was der Trainer so von uns hält (unturnerische Tricks halt, besonders gesprächig war er auch nicht), am Ende in der Umkleide schien er aber dann doch ganz freundlich zu sein. Vielleicht war das der Anfang einer wunderbaren Zusammenarbeit zwischen der Dienstags- und Donnerstagsgruppe. (Woah, Mediendeutsch!)

Donnerstag, 09.04.2009

Heute war ich das erste mal draußen, und zwar mit dem Silvio oben an der Uni. Wir hatten eigentlich vor, uns trotz fehlendem Sportausweis (ich) bzw. Sport- und Studentenausweis (Silvio) auf den schönen gepflegten Fußballrasen zu wagen, aber als dann die komplette Anlage geschlossen war sind wir doch lieber zum Beach­volleyball­feld mitten auf dem Campus gegangen. Gelernt hab ich nix neues, aber Aerial, Webster, Backflip, Flashkick, Sideflip gingen wie gewohnt. Nur der Gainer war noch immer bzw. wieder scheiße. Nachdem der Tony die Stelle letztes Jahr so schlecht gemacht hat war ich eigentlich eher skeptisch, aber jetzt gefällt’s mir da ganz gut; für (mindestens) ne Notlösung ist es ein super Ort.

Mittwoch, 15.04.2009

Von Samstag auf Sonntag war ich auf meinem ersten Gathering (Regensburg/Donaustauf; war hinterher noch zu Besuch bei nem Freund, daher kommt der Eintrag etwas spät), und es war schon sehr geil mal andere Tricker als immer nur die, mit denen ich eben ständig trainiere, zu sehen; insbesondere war immer was los, irgendwer war immer am Tricken. Geile Combos, verschiedenste Styles, nette Leute, Muskelkater wie Harri: Alles, was ich so von einem Gathering erwartet hätte wurde über die Maßen erfüllt. Wenn die Bahn nich immer so teuer wäre würde ich ab jetzt glaub ich zu jedem einzelnen Gathering fahren. Die Krönung der Aktion war dann, dass am Sonntag einer der Tricker ne Hochgeschwindigkeitskamera (im Wert von irgendwas um die 60.000 €) mitgebracht hat, für mich hat sich das Teil natürlich nicht gelohnt, aber die Aufnahmen der anderen Tricker waren atemberaubend (da spielt jetzt natürlich der Physiker in mir mit rein der mit feuchten Augen die Technik bewundert hat).

Neue Tricks gab es keine, dafür hab ich rausgefunden, dass mein Pop 360 ziemlich cool aussieht (hat sich für mich immer eher wurstig angefühlt), ich hab das Gefühl dass mein Doubleleg endlich mal annehmbar wird dank ein paar nützlicher Tipps, und vom Trampolin/Sprungbrett geht der Front-Full auch immer sicherer.

Dienstag, 28.04.2009

Mal wieder ne kleine Verletzung: Wenn ich meine Beine durchstrecke knicken sie leicht nach hinten ab, die Knie bilden also einen überstumpfen Winkel. Wenn ich jetzt mit mindestens fast durchgestreckten Beinen lande, dann drückt die Kraft in eine böse falsche Richtung (Kniegelenk knickt dann nach vorne ab). Gestern bei der Landung von nem Sprung vom Mini-Trampolin muss mir das wohl passiert sein, es tut aber glücklicherweise nur etwas weh, und das auch nur wenn ich es kräftig durchstrecke bzw. durchgestreckt längere Zeit stehe. Da sonst alles schmerzlos funktioniert, war ich heute wieder in der Schnitzel und hab Front-Fulls geübt, so langsam bekomm ich es raus erst in den Salto zu springen und dann erst zu schrauben, perfekt ist es aber noch lange nicht. Erstaunlich gut ging heute der Flashkick, da war richtig Wucht hinter dem Kick, und genau so viel Spaß hat er auch gemacht. Ein Arabian-Versuch in die Schnitzel ging auch sehr gut, ich denke den hätte ich auf hartem Boden einigermaßen gut gelandet.

Eins

Ein Jahr ist um; Mittwoch, 13.05.2009

So, das erste Jahr wäre rum. Ich könnte jetzt drüber streiten, wann genau ich mit dem Tricken angefangen und dem Ankucken und Radschlagen im Garten aufgehört habe, da der erste Eintrag deses Tagebuchs vom 13.05.2008 ist, ist heute erbsenzählerlos mein einjähriges Jubiläum. Mit großen Augen fing alles an, ich wollte mich natürlich so toll bewegen können wie der Breaker im Bad, und natürlich dann auch so wie die irren Typen in diversen Videos. Diese Ansichten sind mittlerweile alles andere als Aktuell, und auch sonst hat Tricking mein Leben an entscheidenden Stellen verändert:

Zur Feier des Tages war ich Geburtstags-Tricken („Heute ist mein zweiter Geburtstag, ich werde 1“ – der Satz gefällt mir immer besser) oben an der Uni; Scheißwetter, Jeans, Pulli, barfuß (… und in ne Biene getreten, yipee, aber schnell genug reagiert um Nachwirkungen zu verhindern). Für die Konditionen hat’s aber super funktioniert, und da ich das alles eigentlich nur für ein paar Fotos vom Typ „Was ich in einem Jahr gelernt habe“ tat, war das auch nicht weiter schlimm. Mangels Schatten sieht man auf den Bildern eh nicht, wie hoch ich denn wirklich in der Luft bin.

Freitag, 15.05.2009

Seit gestern tut mir der rechte Fuß bei bestimmten Auftritten hinten irgendwo zwischen Achillessehne und Knöchel weh, ziemlich stechender Schmerz. Ich weiß nicht woher das kommt, aber Tricking liegt wohl recht nahe. Mal sehen wie sich’s entwickelt.

Sonntag, 17.05.2009

Toll, meinem Fuß geht’s wieder prima, dafür habe ich heute den wahrscheinlich höchsten Gainer jemals im Dalle in die Sandgrube gemacht und bin beidbeinig durchgestreckt aufgekommen. Gebrochen ist nix, aber mein rechtes Knie tut leicht weh. Verletzung durch andere Verletzung ersetzt, super David, du bist echt n Knaller.

Montag, 18.05.2009

Knie tut noch immer weh, insbesondere hinten. Wenn ich den Fuß hochschwenke zieht’s ziemlich heftig in der Kniekehle, ansonsten geht eigentlich alles, tut halt ein bisschen dumpf weh, insbesondere bei Torsionsbewegungen. Wird wohl ne Muskelzerrung sein. Glück gehabt.

Samstag, 23.05.2009

Rechts ist wieder alles vollständig geheilt, links tut das Belasten im durchgestreckten Zustand noch immer weh. Nächste Woche Arzt.

Montag, 01.06.2009

Im Prinzip ein Nachtrag: Bis die Ärzte wieder offen hatten, war wieder alles verheilt. Ich bin grad etwas tricking-inaktiv, ein Training die Woche ist echt zu wenig, nur sind jetzt erstmal Pfingstferien, ergo keine Halle. Muss mich erstmal wieder mental auf die Sandrube einstellen, gewisse Hemmungen hab ich da jetzt schon seit meiner Knieaktion.

Sonntag, 15.06.2009

Erste Dalle-Session heute, war voll wie Sau, es waren wieder der Kinder-Mob anwesend, der von uns zu wildesten Purzelbäumen angestiftet wurde; wieder hat sich keiner getraut, uns anzusprechen. Tricking-mäßig hab ich nix neues geübt, nur ein paar B-Twist-Absprünge angesetzt und mich dann nicht getraut. Schön haben sich auch die Sideflips angefühlt, hoch genug ist er, könnte aber noch etwas weniger weit (und dafür noch hööööher) sein. Eigentlich ging alles höher als beim letzten mal, Webster, Aerial, Frontflip, (angehockter) Barani.

Dienstag, 18.06.2009

YEAAAAAH mein Gainer Flash geht wieder, mehrfach hintereinander auf Matten gestanden, der Sideflip war auch böse hoch nach dem Rasentraining, man kann sich vorstellen wie man dann auf Federboden rausprellt; mittlerweile kann ich regulär einen Kick mit dem Landungsbein einbauen, wenn ich grad kopfüber stehe. Einen B-Twist-Versuch habe ich auch irgendwie hinbekommen wie man mir mitteilte, für mich hat sich das aber einfach nur nach seitwärts umfallen angefühlt. Ich hoffe mal dass sich das ändert, wenn man den Trick besser kann.

Mittwoch, 01.07.2009

Kurzer Eintrag, Gainer Flash ist in Übung, ich muss aber noch wesentlich aggressiver abspringen/kicken; Webster geht langsam (!) in die Phase „braucht keinen Anlauf mehr“ über (Axe2, ich komme), B-Twist ist noch immer komisches Umfallen.

Sonntag, 09.08.2009

Dieses Wochenede war ich beim Dobi in Wiehl, Fabi war auch da (beide durch 24htrickster.net kennengelernt). Ergebnis diverser, meist zudem recht einfacher Tipps: Gainer Flash geht besser, Aerial und Flashkick gehen auf hartem Boden, wenn auch noch nicht besonders ästhetisch (Beine strecken!). Mir wurder der Stemmschritt als sinnvolle Alternative zum Prellen in Pop-Tricks vorgestellt, welchen ich mal trainieren sollte. Ich wurde außerdem in die hohe Kunst des Krafttrainings eingeweiht, welche erstaunlicherweise außer Lang-, Kurzhantel und Klimmzugstange nichts weiter benötigt (Ob ich die Übungen noch zusammenbekomme? Bankdrücken, Kniebeugen, Rudern, Klimmzüge, Kreuzheben sollten es gewesen sein). Achso, und ich wurde mit Proteinen in Form vom Pulver und Magerquark vollgestopft, Spinnenmann genannt, habe Mario Kart gespielt, maßgeblich meine Sidesplit-Dehntechnik verbessert (bisher dachte ich, die Füße müssten quasi in Blickrichtung zeigen, wodurch irgendwann meine Hüfte schmerzhaft blockiert hat; richtiger ist „Fußstellung ist ziemlich wurst für die Dehnung“), mich seit über nem Jahr das erste mal gewogen (Ergebnis: 7 kg Muskelmasse durch Tricking zugelegt, war nich schlecht erstaunt) und beim Stand-and-Reach-Test* 62 cm erreicht.

*: An einer Wand hochstrecken, Höhe messen; Sprung ausm Stand, so hoch wie möglich an die Wand klatschen. Differenz der Höhen ergibt die Sprungkraft.

Dienstag, 19.08.2009

Erster Aerial auf hartem Boden (Erlabrunner Badesee, Wiese). B-Twist ging wieder voll in die Hose, aber ich werd da dranbleiben, irgendwann wird’s schon klappen. Straight Gainer (gehockt) geht auch schon einigermaßen, die Höhe ist aber noch nicht die des Backflips, denn letzterer wird langsam zufriedenstellend gut. Flashkick ist auch langsam salonfähig, auf Wiese hab ich ihn heute allerdings nicht gemacht, obwohl er wohl geklappt hätte. Gainer Flash wird zwar höher, aber das Kickbein ist noch immer stark angewinkelt.

Dienstag, 22.09.2009

Nachdem ich mir letzte Woche den Back Full in den Kopf gesetzt und so trainer- wie erfolglos geübt habe, fand ich ihn bis heute nicht mehr so geil, es war mir einfach alles zu orientierungslos, außerdem bin ich natürlich anfängermäßig voll in die Drehung abgesprungen. Heute war der Edi (Trainer) da, David fragt Edi „wie macht man turnerisch ordentlich ne Schraube“, Edi meint „Rückwärtssalto, auf 12 Uhr rechten Arm eindrehen, über die Schulter kucken, optimal wäre noch etwas Arbeit mit dem linken Arm“, David reißt auf 12 Uhr den Arm rein, David macht nen Back Full in die Schnitzel, David verliert die Orientierung nicht, sehr geil. Die Höhe reicht aber leider noch nicht für normalen Boden.

Der Aerial nähert sich langsam der Können-Liste (auf der bis jetzt nur der Backflip steht), mit Anlauf ist der Kopf in etwa auf der Höhe selbigen bei einem normalen Rad; aus einem langsam gegangenen Schritt läuft’s nicht ganz so hoch, aber durchaus hinnehmbar. Mit Axe2- oder Standing-Setup komme ich aber überhaupt nicht klar, keine Chance da noch einen Trick dranzuhängen. Beim Frontflip ist es ähnlich, ausm Stand geht er noch nicht ganz, aber mit einem langsamen Schritt vorher. Ein, zwei (für mich) gute Gainer Flashs waren heute auch dabei.

Dienstag, 06.10.2009

Erster Sideflip auf Federboden, endlich hab ich’s mich getraut. Die Landung reichte von „geht so“ bis „fühlt sich gut an“, so langsam kann ich mich hier um die Eleganz kümmern.

Freitag, 10.10.2009

Nachdem ich im Sommer Freitags nicht im Training war, bin ich heute das erste mal wieder hingegangen (und plane das auch wieder regelmäßig zu wiederholen). Ausschlaggebend war, dass ich den Back Full üben wollte, und da man auf dem großen Trampolin so viel Zeit hat ist das wohl auch der optimale Ort, um die neue Bewegung kontrolliert zu lernen. Die ersten paar mal ging irgendwie nur die halbe Schraube, ich war wohl noch vom Front Full gewohnt, dass der Salto zu ende ist, wenn ich vorwärts drehe und die Beine auf dem Weg nach unten zeigen. Naja, der letzte Versuch hat dann geklappt, die Schraube war komplett rum, dafür hab ich mich wenig auf den Salto konzentriert. Zumindest vor der ersten halben Schraube habe ich keine Angst mehr, in der zweiten Hälfte packt sie mich aber dann aus Unsicherheit, aber das ist hier schließlich nicht das erste mal, dass ich über irgendeine Hirnbarriere springen muss.

Montag, 19.10.2009

Ersten Back Full auf dem Trampolin gestanden. So langsam kann ich mich auch während des Sprungs orientieren, lang wird’s nicht mehr dauern, bis ich das Ding regulär lande.

Samstag, 24.10.2009

Heute war Gathering in Mannheim, leider kamen wir 1,5 Stunden zu spät und es blieben nur weitere 1,5 Stunden zum Tricken, aber die haben auch ganz gut ausgereicht um sich zu verausgaben. Leider war die Halle nur für etwa diese 3 Stunden verfügbar, es war also mehr ein Training mit neuen Leuten, Gathering-mäßig war Regensburg damals auf jeden Fall viel geiler, denn da waren irgendwann alle fertig und man hat auch mal die Leute kennenlernen können (… hätten wir da übernachtet wäre das vermutlich anders gelaufen, aber wir, d.h. Silvio und ich, sind auch direkt wieder heimgefahren). Naja, ich hab Saint endlich getroffen (der mir offenbarte dieses Tagebuch zu lesen, JA ICH WEISS GENAU DASS DU HIER RUMSTALKST), bei uns haben bisher immer höhere Gewalten ein Treffen verhindert. Nimm das, Natur! Naja, neues gelernt hab ich nichts, aber ein paar Tipps sind immerhin rausgekommen. Außerdem weiß ich jetzt wie die Leute in Videos teilweise ihre krank hohen Sprünge schaffen, die haben einfach den möööÖÖÖrder-Plyo-Boden. Die Tumbling-Bahn da war mehr eine Trampolin-Bahn mit härterem, aber nicht weniger federfreudigem Boden.

Samstag, 14.11.2009

Die Schraube auf dem Trampolin fühlt sich immer natürlicher an, bin ganz gut rumgekommen jedes Mal. Trotzdem ist noch etwas Rest-Angst vor dem Absprung übrig. So viel zur guten Nachricht, die schlechte ist dass mein linkes Knie mal wieder geschwollen ist. Es tut nicht weh, außer wenn ich es abknick und belaste (Extrembeispiel: Kniebeuge), hatte das schon ein paar mal (unabhängig vom Tricken), ging bis jetzt immer nach n paar Tagen wieder weg. Mal sehen.

The Big Trick; Montag, 21.11.2009

So, nachdem ich bereits mehrfach öffentlich zu einem neuen Eintrag genötigt wurde, bitteschön. Meine Euphorie von letzter Woche ist zwar schon verflogen, aber ich versuch mal mein bestes zu geben.

Letztes Wochenende bin ich also mal wieder zum Dobi nach Wiehl bei Köln gefahren. Seit Mittwoch tat mir zwar schon leicht mein Knie weh, aber ich hatte das ja schon öfter mal, dass mir einfach was angeschwollen ist, was dann auch nach 1-2 Tagen wieder wegging. Beim Tricken in ner kleinen Halle am Samstag hab ich dann schon gemerkt dass es anatomisch nich so geil ist, hab also eher langsam gemacht, immer brav mit Matte.

Danach gings dann zum Big Trick, dem größten Tricker-Treffen Deutschlands. Samstag war nur die Show selbst, neben Sesshomaru (wohl einer der bekanntesten Tricker, von Loopkicks, Californien) waren noch ne Menge Tricker der neuen Generation da; Vellu (Finnland) ist hier wohl am nennenswertesten, Ott (Dänemark) war leider verletzt und konnte nicht teilnehmen, dann waren da noch – nein, keine Lust jetzt alle aufzuzählen. Naja, was soll man groß sagen, die Vorführung war erwartungsgemäß der Hammer, man merkt immer erst wie krass sowas ist wenn man es live sieht. Hab mir später die Mitschnitte online angekuckt, und die waren einfach kein Vergleich zum Erlebnis selbst. Ich persönlich hab die halbe Zeit durch meine Kamera gelinst, das Licht war echt ziemlich kacke, aber immerhin konnte ich meine Blende ordentlich aufschrauben (1.8, yipee), sodass ich doch noch zu hinnehmbaren Bildern kam.

Nachdem wir noch einen recht lustigen Abend beim Dobi hatten (ich sag nur „stopfen“) gings am nächsten Tag gleich weiter, da war nämlich Wintergathering in der Halle neben dem gestrigen Ereignis. Halle saukalt und ebenso voll. Bisschen aufgewärmt (leider nicht so sehr wie es hätte sein sollen), paar primitive Sachen gemacht, BÄM Knie tut weh, aus der Traum. Den Rest des Tages stand ich dann in Straßenklamotten rum und hab anderen beim Turnen zugekuckt. War nicht schlecht, aber mitmachen wäre schon um Längen cooler gewesen. Immerhin hat Ott heute was gemacht, der Kerl hat mehr Sprungkraft als jede Metapher, die mir jetzt dazu einfallen könnte. Dazu weht seine Mähne stylisch im Wind wenn er schraubt.

Schön war natürlich auch, dass ich viele Leute, die ich sonst nur aus dem Netz oder von einzelnen Treffen kannte, (wieder) gesehen habe, als da wären Atmo, Saint, Herzog, Teflon, Dobi, Fabi, Continental. Die Heimfahrt war langweilig, das Warten auf die Mitfahrgelegenheit kalt und blöd.

Weiter gehts mit Kniegeschichten: Schmerzen wurden immer schlimmer so bis Mittwoch, gingen dann laaaangsam wieder weg, Orthopäde am Freitag hat mir ne Bandage und gute Zusprache mitgegeben. Mittlerweile kann ich wieder ohne Schmerzen Treppen hochgehen, und es tut nur noch bei extremer Beanspruchung (einbeinige Kniebeugen) weh. Bis nach den Ferien wird das wieder in Ordnung sein.

So, ich hoffe damit habe ich meinen Tagebuch-Soll für die Woche erfüllt, Herr Saint (den ich übrigens auch da getroffen habe).

Dienstag, 23.03.2010

Yaay erster Eintrag seit 4 Monaten. Naja, es hat sich schließlich auch nich viel getan, ich hatte Stress im Studium und bin zeitweise nur noch ein mal die Woche ins Training gegangen, viel Fortschritt is also nich erkennbar. Heute hab ich immerhin meinen ersten Back Full gestanden, laut Silvio sogar recht gut, ich fand mich aber etwas niedrig.

Anhang

Kleines Wörterbuch

„n %“

Generell wird mit „%“ mein Fortschritt bzgl. eines Tricks beschrieben.

1 % bedeutet, dass ich den Trick gerade erst probiert habe (und ihn in näherer Zukunft verfolgen werde), bis 10 % lande ich ihn manchmal, allerdings ist alles noch ziemlich unsicher. 25 % ist dann das Ende die Anfänger-Übungsphase, ich komme also immer sicher auf, Höhe/Optik sind allerdings noch sehr dürftig. Bis 75 % steigert sich das langsam, hier angekommen kann ich den Trick eigentlich schon, sprich an Optik und Höhe gibt es nichts mehr auszusetzen. 100 % bedeuten schließlich, dass ich vollständig mit dem Trick zufrieden bin und ihn (in meinen Augen) nicht weiter verbessern könnte; inbegriffen sind hier auch schon diverse Weiterführungen eines Tricks, z.B. ein spontaner Backflip auf der Straße mit Rucksack oder mehrere hintereinander.

360

Kick, der eine komplette Drehung um die Körperachse beinhaltet. Sprungbein ist auch Landungsbein, der Kick wird mit dem Schwungbein ausgeführt.

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540

Hyper Tornado Kick, sprich Absprung, Kick und Landung mit dem selben Bein, während das andere nur für den Schwung zuständig ist.

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Axe2…

Präfix („Axe to“), bezeichnet eine Ausgangsstellung, in der ein nach vorne gestrecktes Bein zum Schwung holen benutzt wird (typischerweise Axe2Aerial).

Aerial (…)

Kurz für „Aerial Cartwheel“, also ein Rad ohne Hände. „Aerial“ als Präfix kann auch bei anderen Tricks bedeuten, dass sie ohne Hände ausgeführt werden (z.B. „Aerial Roundoff“)

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Arabian

Absprung wie in den Backflip, halbe Schraube, Vorwärtssalto.

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A-Twist

Aerial mit einer eingebauten Schraube. Verwunderlich an dem Trick ist, dass ich ihn quasi beliebig oft ankucken kann, und trotzdem nicht genau weiß, was da eigentlich genau passiert ist. Ist übrigens sehr ästhetisch.

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Backflip

Rückwärtssalto.

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Barani

Frontflip mit später halber (d.h. wenn man den Salto schon halb durchgeführt hat) Schraube; wird gerne mit dem Brandy verwechselt, da beide mehr oder weniger eine komplette Rotation mit Schraube und Landung auf beiden Beinen bedeuten. Im Gegensatz zum Barani entwickelt sich der Brandy allerdings aus dem Roundoff bzw. Aerial; der praktische Unterschied besteht letztendlich in einem einbeinigen, seitlichen (Brandy) bzw. zweibeinigen, vorwärts gerichteten Absprung (Barani).

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B-Kick

Kurz für „Butterfly Kick“, ein Sprung, bei dem man in der Luft parallel zum Boden alle Viere von sich streckt und „wie ein Schmetterling“ fliegt.

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Brandy

Radwende ohne Hände, sozusagen ein „Aerial Roundoff“. Nicht zu verwechseln mit dem Barani.

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B-Twist

Kurz für „Butterfly Twist“, ein B-Kick mit eingebauter Schraube.

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Cheat …

Präfix für einen einbeinigen Absprung in einen Trick (z.B. Cheat Gainer).

Cork

Kurz für „Corkscrew“. Er wird zwar nie so bezeichnet, „Cheat B-Twist“ kommt aber ganz gut ran: eine Schraube aus dem Cheat-Setup eben.

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Doubleleg

Sideflip mit geradem Oberkörper und gestreckten Beinen; zusammen schließen sie in etwa einen 90°-Winkel ein.

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Feilong

Als der einfachste Doppelkick verbindet der Feilong einen Outside- mit einem Inside-Kick. Man kann ihn auch als einen 360 mit einem zusätzlichen Kick des Sprungbeins beschreiben.

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… Flash

Suffix, das für eine dem Flashkick ähnliche Bewegung steht (sprich mindestens ein Bein gestreckt); wird eigentlich nur im Gainer Flash verwendet.

Flashkick

Variante des Backflips, bei dem mindestens ein Bein komplett ausgestreckt ist und in die Luft kickt. Das andere Bein ist entweder auch gestreckt oder angewinkelt (resultiert in einer schnelleren Drehung und einem kräftigeren Kick). Optisch einer der schönsten Tricks.

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… Full

Kurz für „Fulltwist“, also eine komplette Schraube, z.B. Front-Full.

FlickFlack

Handstand-Überschlag rückwärts. Die englische Bezeichnung „BHS“ ist wohl etwas einleuchtender.

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Frontflip

Vorwärtssalto.

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Gainer

Rückwärtssalto aus der Vorwärtsbewegung heraus. Charakteristisch ist der einbeinige Absprung (der normale Backflip dagegen ist sozusagen immer ein „Pop Backflip“), daher leitet sich auch der Name ab: ein Bein wird anders benutzt, nämlich um Schwung zu gewinnen (engl. to gain momentum).

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Gumby

Eine Capoeira entstammende Variation des normalen Rades, in dem die Rotation allerdings nicht ausschließlich auf der Coronal-, sondern auch auf der Sagittalebene stattfindet. Ein leidenschaftlicher Turner würde es wohl als krummes oder schlechtes Rad beurteilen.

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Hyper …

Präfix für die Landung auf dem anderen Bein durch kontrollierte Überdrehung, siehe z.B. 540.

J-Step …

Absprung in einen Trick schräg/senkrecht zur Anlaufrichtung. Typisch für Gainer.

Layout

Gestreckter Backflip.

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Lazy Man

Es gibt mehrere verschiedene Varianten des Lazy Man, die alle eins gemeinsam haben: der gesamte Körper bildet eine Ebene, die Beine sind gespreizt, und man fliegt schräg zum Boden durch die Luft. Die genannten Varianten können z.B. das Verschränken der Arme hinter dem Kopf oder das Ausstrecken dieser (in dem Fall streckt man alle Viere von sich) sein.

Loser

Was der Gainer für den Backflip ist, ist der Loser für den Webster, d.h. es handelt sich dabei um einen rückwärts eingelaufenen Webster. Der Name ist ein Wortspiel auf Gainer, da man hier sozusagen den benötigten Schwung in die Gegenrichtung ausführt und damit sozusagen Gainer-Schwung verliert.

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Parafuso

Cheat Doubleleg. Mit einem Bein abgesprungen, treffen sich beide Beine am Zenit des Sprungs und ergeben damit einen Doubleleg.

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Pop …

Präfix für den Absprung mit beiden Beinen gleichzeitig.

Raiz

Man kann den Raiz als Aerial Gumby, Rückwärts-B-Twist, Cheat Flashkick uvm. sehen; die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Meiner Meinung nach einer der ästhetischsten Tricks.

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Roundoff

Radwende, also ein Rad mit Landung auf beiden Beinen gleichzeitig. Wohl die eleganteste Art sich umzudrehen (OK, abgesehen vom Brandy), außerdem gibt sie ordentlich Schwung, z.B. für einen FlickFlack oder Backflip.

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Rudy

Frontflip mit eineinhalb Schrauben, quasi die nächste Stufe nach Barani und Front-Full.

Sideflip

Seitwärtssalto.

Links: YouTube

Sideswipe

Der Sideswipe erweitert die Unerklärbarkeit des Raiz recht effektiv, der Trick befindet sich irgendwo zwischen Raiz Switch, Kopfüber-540 und Raiz-Flashkick.

Links: Club 540, JustTheSkills

Singleleg

Doubleleg mit einem angezogenen Bein.

Links: Club 540

Spinstep

Der Spinstep ist kein eigentlicher Trick, sondern eine Bewegung, um aus dem Stand in einen Swingthru zu kommen. Es handelt sich dabei um eine Art Pirouette, die bei sauberer Ausführung auch selbst eine gute Figur macht; da aber kein eigentlicher Sprung eingebaut ist, sieht sie alleine recht unspektakulär aus.

Straight …

Ausführung eines Tricks in Vorausrichtung (im Gegensatz z.B. zum J-Step).

Swingthru

Der Swingthru selbst ist kein Trick, sondern eine Verbindungsbewegung zwischen zweien, deren Zweck es ist, möglichst viel Schwung in den nächsten Sprung mitzunehmen. Anwendbar ist die Technik zwischen Tricks, die einbeinig gelandet bzw. gesprungen werden (z.B. Gainer, Cork); das eine sich noch in der Luft befindliche Bein wird mit aller Kraft nach vorne/hinten (gestreckt) durchgekickt.

Links: Club 540

… Switch

Suffix für die Landung auf dem anderen Bein, indem im Flug das eine an die Stelle des angeren bewegt wird und dieses dadurch sozusagen austauscht. Typisch ist z.B. ein Aerial Switch.

Tornado Kick

360, bei dem allerdings nicht das Schwung- sondern das Sprungbein zum Kicken verwendet wird; gelandet wird auf ersterem.

Links: Club 540, JustTheSkills

Wallflip

Backflip, der nicht vom Boden, sondern von einer Wand aus gesprungen wird. Man läuft also erst ein- bis zwei Schritte die Senkrechte hoch und drückt sich dann ab. Gehört aber zu Freerunning und nicht zum Tricking.

Links: YouTube

Webster

Variante des Frontflips, bei der der Absprung nur von einem Bein erfolgt. Der Schwung kommt aus dem anderen Bein und den Armen, die beim Absprung stark nach hinten oben geschmissen werden. Alternativ kann man ihn auch als gebückten Vorwärts-Aerial sehen.

Links: Club 540, JustTheSkills

Schöne Grüße an …

(Eine Liste von Leuten, ohne die ich heute nicht da wäre, wo ich bin; Reihenfolge chronologisch)

Technisches

Das Tagebuch entsteht in reiner Handarbeit mithilfe eines Texteditors (Notepad++ 3.7) und ist in XML geschrieben, welches durch XSLT zu XHTML/Atom konvertiert wird; die Typographie ist so gut, wie ich sie im Rahmen meiner Möglichkeiten hinbekomme. Die Bildergalerien werden von einem eigenen PHP-Programm direkt aus den Originalbildern erstellt.

Die Bilder entstammen einer Nikon D80 mit AF-S DX Zoom-Nikkor 18-70 mm 1:3,5-4,5G IF-ED (Ja, so heißt das Objektiv – was für ein Name) und eventuell einem Nikon SB-600 als Blitz, wurden durchgehend als NEF-RAW aufgenommen und beim Import von der Kamera auf die Festplatte zu DNG konvertiert; bei Interesse an bestimmten Aufnahmen verschicke ich sie gerne so (ca. 10 MiB pro Datei, 3872 × 2592 px, 12 Bit/Kanal) oder auch heruntergerechnet auf beliebige kleinere/platzsparendere Formate. Zum Entwickeln der Negative wurde Adobe Photoshop Lighroom 2.0, für eventuelle Nachbearbeitungen Adobe Photoshop CS4 benutzt.

Impressum

David Luposchainsky, Florian-Geyer-Straße 47, 97076 Würzburg, Deutschland, Europa, Erde. Erreichbar bin ich per eMail unter stupid underscore name at gmx dot net, ICQ eins fünf neun sechs null fünf sieben zwei sieben. Außerdem mag ich Katzen.

Lizenz

Würde ich kategorisch nicht zitiert werden wollen, hätte ich das hier nicht veröffentlichen dürfen; sollte es jemand klauen, hat er sich vermutlich durch die Tat selbst bereits genug bestraft.

Sonst noch was?

Sollte jemand ansonsten was zu meckern, loben, bemerken, … haben, ich bin für Kritik offen (auch Rechtschreibfehler!). Auch Fragen zur Realisierung dieser Seite beantworte ich gerne.